"Wir Christen müssen um dieses Europa kämpfen, denn wir werden kein zweites bekommen." Rocco Buttiglione

Standpunkt

Christen in der Politik: Frieden oder Spaltung?

„Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.“ (Lk 12, 51, Evangelium vom 20. Sonntag im Jahreskreis, 14.08.2022)

Papst Franziskus deutet diese Perikope in einem Angelus u.a. so: „Es geht darum, nicht heuchlerisch zu leben, sondern bereit zu sein, den Preis für konsequente Entscheidungen zu zahlen – nach dieser Haltung muss jeder von uns im Leben streben: Konsequenz –, den Preis dafür zu zahlen, konsequent nach dem Evangelium zu leben.“

Das heißt, Christen müssen sich auch dann und dort für die Werte des Evangeliums einsetzen, wo es unbequem wird, wo die Mehrheit oder auch nur eine laute Minderheit der Gesellschaft andere Auffassungen vertritt. Hier ist z.B. der Lebensschutz „umstritten“.

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Schutz der ungeborenen Kinder muss bewahrt werden – keine Werbung für vorgeburtliche Kindstötungen!

„Unter den lateinischen Schriftstellern behauptet Tertullian: »Die Verhinderung der Geburt ist vorzeitiger Mord; es kommt nicht darauf an, ob man die schon geborene Seele tötet oder sie beim Zurweltkommen auslöscht. Es ist bereits der Mensch, der er später sein wird«.“ (Johannes Paul II EVANGELIUM VITAE 61).

 

Am 13. Mai debattierte der Bundestag über die Aufhebung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen (Abschaffung § 219a StGB). Dass man sich in der Ampel darüber einig ist und letztlich darauf abzielt, auch den § 218 abzuschaffen und somit jegliche vorgeburtliche Kindstötung aus dem Strafrecht zu streichen, ist nicht überraschend, stand das doch z.B. in den Wahlprogrammen. Leider ist das auch in kirchlichen Kreisen zu wenig wahrgenommen oder gar verdrängt worden.

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Standpunkt: Die Koalition vertritt ein problematisches Menschen- und Gesellschaftsbild

Nun ist neue Regierung aus SPD, Grünen und FDP im Amt. Der Koalitionsvertrag bestätigt, was anhand der Wahlprogramme der SPD und insbesondere der Grünen zu erwarten war. Das Liberale reduziert sich darauf, dass kein allgemeines Tempolimit kommt. Ansonsten dominiert eine ökosozialistische Ideologie mit Technologieverboten (Verbrenner, Kernkraft) und der Vorstellung, dass die Welt vor einem vermeintlich drohendem Klimakollaps gerettet wird, wenn Deutschland keine grundlastfähigen Kraftwerke (Kernkraft, Kohle) mehr hat, und so ein Vorbild für den Rest der Welt auf dem Weg zur „Klimaneutralität“ ist. China wird es freuen, ohne es nachahmen zu wollen.

Der Koalitionsvertrag steht insbesondere für ein aus katholischer Sicht problematisches Menschenbild.

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Standpunkt: Christliches Menschenbild heißt, alle Menschen als Ebenbild Gottes zu sehen und keinen aufgeben

Noch ist der Wahlkampf in Sachsen in den Startlöchern, da wird schon diskutiert, wie demokratiefähig die Leute sind, die aus Unzufriedenheit mit der derzeitigen Regierung zum Beispiel die AfD wählen.  Dann kommt es zu Äußerungen wie

„Meine Haltung ist: In der demokratischen Mitte gibt es doch hinreichend Parteien, da muss doch etwas für euch dabei sein. Aber wer für sich ausschließt, in der demokratischen Mitte zu sein, sondern eine rechtsradikale Partei wählt, dem habe ich dann im Zweifel auch nichts mehr anzubieten. Der bekämpft ja meine Demokratie.“

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Abtreibungsbefürworter und -förderer dürfen nicht als überzeugte, fromme Katholiken dargestellt werden!

Die Präsidentschaftswahlen in den USA hatten auch bei uns ein starkes Medienecho. Fast unisono wurde Donald Trump als Inkarnation des Bösen verteufelt und der Heilsbringer Joe Biden herbeigesehnt. Diese Sehnsucht ist in Erfüllung gegangen und man ist des Lobes voll, wie Biden agiert.

Eine katholische Zeitung lobte Biden als überzeugten Katholiken mit tiefen Glauben. Ist diese Einschätzung berechtigt? Wenn man die Treue zur Lehre der Kirche, zur Würde jedes Menschen und des Rechts auf Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod als Maßstab nimmt, muss dieser Einschätzung energisch widersprochen werden.

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