"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muss man erst richtig anfangen!"  Konrad Adenauer (1876-1967)

Die Papstrede vorm Deutschen Bundestag – eine Rede mit Inhalt, frei von Bevormundung durch die Mediokraten und Politideologen

Die Papstrede vorm Deutschen Bundestag – eine Rede mit Inhalt, frei von Bevormundung durch die Mediokraten und Politideologen In Erwartung der Rede des Papstes vor dem Deutschen Bundestag gaben die gewohnheitsgemäß auf Meinungsproduktion fixierten Medien vor, womit sich der Papst gefälligst zu befassen habe: mit innerkirchlichen Angelegenheiten und Fragen der Ökumene, mit Fehlverhalten im kirchlichen Amt und einer entsprechenden „Wiedergutmachung“ und mit Angelegenheiten der aktuellen Politik.

Als dies ( Gott sein Dank!) natürlich nicht geschah, hagelte es Kritik zur Themenwahl und – weil das Verständnis zum Inhalt sich offenbar zu schwierig oder zu mühevoll gestaltete – Ignoranz zum tatsächlichen Inhalt der Rede. Und da gab es ja eine Menge von Volksvertretern im Bundestag, die bereits das Zuhören verweigerten ….

Wir sollten die Papstrede lesen und versuchen, zu verstehen, auch wenn es Mühe macht (ich musste mich beispielsweise erst einmal informieren, was man unter „Positivismus“ versteht, den Text nicht nur einmal lesen). Hier geht es um: - ein „hörendes Herz“, die Verbindung von Macht und Recht, Kriterien zur Rechtsfindung, Vernunft und Natur als Rechtsquelle, das Gewissen als „hörendes Herz“ und den Menschen als Teil der schützenswerten Natur.

Lesen, Zuhören und Verstehen macht Schlagzeilenverfassern freilich Mühe, zumal dies schwerlich mit den Maßstäben der Konsum- und Spaßgesellschaft, des Boulevardjournalismus und von Talkshowmilieus, fassbar zu sein scheint. Schließlich gilt es hier, nicht ins Wort zu fallen und ohne Vorbewertung oder Vorurteil mitzudenken. Wehren wir uns gegen den Drang nach Kurzlebigkeit und Oberflächlichkeit! Nehmen wir uns in die Pflicht, lesen wir die Rede und denken wir mit dem Papst!

Gedanken zur Rede des Papstes vor dem Deutschen Bundestag am 22. September 2011, Gastbeitrag von Dr.-Ing. Rainer Jork, MdB a. D., CDU Radebeul, Freitag, 28. Oktober 2011