"Ohne Gott ist alles erlaubt"  F. M. Dostojewski

Pfingsten heißt: „Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen!“

Wenn man in Sachsen Menschen nach dem Pfingstfest fragen würde, wäre das Ergebnis sicher ernüchternd. Freie Tage im Frühling sind willkommen, das Wetter ist das wichtigste Kriterium.

Die Aufforderung Jesu in der am Pfingstmontag gelesenen Perikope des Evangeliums: „Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen!“ (Joh. 15, 27) scheint im Sachsen von heute nicht zu wirken. Galt dieser Anspruch nur für die Jünger von damals? Oder, was sollen wir heute in unser säkularen und auch atheistischen Umwelt damit anfangen? Und können wir das? Der heilige Augustinus schreibt zu dieser Perikope: „Die Liebe Gottes, durch den Heiligen Geist, der euch gegeben werden wird, ausgegossen in eure Herzen, ist es nämlich, die euch die Kraft zum Ablegen des Zeugnisses geben wird.“

Deshalb heißt Pfingsten, wir können Zeugnis ablegen! Und wir sollen es!

Wir Christen in Deutschland sind oft lau. Das Kreuz wird versteckt (z.B. bei Besuchen auf dem Tempelberg), in politischen Diskussionen wird dem Zeitgeist gehuldigt. Christenverfolgung soll nicht dramatisiert werden. Nur nicht anecken!

Die Märtyrer unserer Tage (z.B. in Nordkorea, China, in den islamisch dominierten Ländern) sollten uns wecken. Sie setzen für die Botschaft Christi ihr Leben ein. Sie riskieren mehr als Spott und andere geringe Unannehmlichkeiten. Menschen werden ermordet, weil sie Christus nicht verleugnen (Link). Diese Opfer dürfen nicht umsonst sein!

Diese Opfer müssten uns laue Christen aufheizen, für Christus zu brennen, z.B. sich für das Leben einzusetzen (Marsch für das Leben), und dafür einzutreten, dass das Kreuz als Symbol für Gottes unendliche Liebe zu uns Menschen, nicht marginalisiert wird.

An Christi Pfingstbotschaft und an die Bekenner unserer Tage kann sich jeder Christ orientieren und seinen Weg suchen.