"Ohne Gott ist alles erlaubt"  F. M. Dostojewski

Quo vadis Europa? - Gedanken zur Europawahl

Glaubt man dem „Tag des Herrn“ (http://www.tag-des-herrn.de/content/spaltpilze-gibt-es-genug) geht es bei der Europawahl vor allem um “Jugendarbeitslosigkeit, um Solidarität, menschenwürdigen Umgang mit Migranten, Umwelt- und Klimaschutz, Pflege alter Menschen, Lebensschutz und Familien.“ Und es wird vor Parteien gewarnt, die „die fraglos vorhandene Probleme mit dem Rückgriff auf nationale oder ethnische Klischees bewältigen wollen und so Europa spalten.“

So allgemein mag das stimmen, doch sind alle Themen gleich wichtig? Ist nicht Lebensschutz und Familie das Fundament auf den alles aufbaut und nicht nachrangig? Welche Bedeutung hat das christliche Fundament Europas? Sollte es nicht auch eine Rolle spielen, wie die Parteien dazu stehen? Wollen wir ein Europa, das sich zu seinen christlichen Wurzeln bekannt, wie es die europäische Flagge mit seinem Kranz von zwölf Sternen zeigt (vgl. Offb. 12, 1)?

Herr Schulz von der SPD hat sich da klar positioniert. Er will offenbar religiöse Symbole aus der Öffentlichkeit verbannen http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/debatte-das-kreuz-aus-der-oeffentlichkeit-verbannen-1143.html Er sieht in Religion „das Risiko einer sehr konservativen Bewegung zurück“. Versteht Herr Schulz, was Europa prägt, was das Fundament der europäischen Kultur bildet, was verbindet?

Kann ein besonderes Eintreten für Umweltschutz (was allgemein alle Parteien wollen) deutliche Defizite, die aus christlicher Sicht beim Menschenbild, beim Lebensschutz und bei Familienbild bestehen, ausgleichen?

Der Abtreibungs-Bericht der portugiesischen Sozialistin Estrela ist von Martin Schulz unterstützt worden http://www.kath.net/news/44077 und wurde nur mit knapper Mehrheit gegen die links-grünen Fraktionen im Europäischen Parlament abgelehnt. Sind diese links-grünen Befürworter und Unterstützer dieses Berichts für Katholiken wählbar? Soll dieses Machwerk, das u.a. die Einschränkung der Gewissensfreiheit von medizinischem Personal empfiehlt, in der neuen Legislaturperiode die Chance bekommen, doch noch durchgeboxt zu werden?

Familie ist für viele Politiker mittlerweile alles, was den gleichen Kühlschrank benutzt. Unter dem Deckmantel Diskriminierungen abzubauen, wird hier von vielen Parteien ein Bild der Beliebigkeit gezeichnet, das mit der Realität wenig und mit einem christlichen Menschenbild (Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gen. 1.27) noch weniger zu tun hat. Dieses christliche Menschenbild soll durch Gender-Mainstreaming überwunden werden. Papst Franziskus sagt zu Recht: „Die Genderideologie ist dämonisch!“ http://www.kath.net/news/45221. Auch das sollte bei der Wahlentscheidung berücksichtigt werden.

Vieles was unter dem Deckmantel der Antidiskriminierung und Menschenrechte angeboten wird, ist ein Versuch, für Homosexuelle eine privilegierte Sonderstellung zu schaffen, wie der Bericht der grünen Abgeordneten Lunacek http://www.kath.net/news/44763. Was herauskommt ist eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie die Anklage gegen den von Papst Franziskus zum Kardinal ernannten emeritierten Erzbischof von Pamplona, Msgr. Fernando Sebastián Aguilar zeigt. Er hatte es gewagt zu sagen, dass Homosexualität „durch eine angemessene Behandlung geheilt werden“ kann. http://www.katholisches.info/2014/02/07/es-geht-los-erstmals-kardinal-wegen-homophobie-angeklagt-papst-freund-sebastian-aguilar-soll-vor-gericht/.

Gehen sie zur Europawahl, und geben Sie ihre Stimme den Parteien, die für ein Europa auf christlichen Fundamenten stehen.

Keine Stimme für Parteien, die die Familie zerstören, sexuelle Beliebigkeit als Leitbild in der Gesellschaft verankern wollen und das Recht jedes Menschen auf Leben nicht anerkennen!