Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut. Tob 13, 3

Antrag: Errichtung eines bundesweiten Katholischen Arbeitskreises in der CDU

Der CDU Bundesvorstand wird beauftragt, einen Katholischen Arbeitskreis (KA) als Sonderorganisation bzw. Vereinigung (wenn der EAK Vereinigung wird) bundesweit einzurichten.

Der Antrag kann von CDU-Mitgliedern [hier] unterstützt werden

Begründung: 

In mittlerweile drei Landesverbänden wurde der seit über 10 Jahren aktive katholische Arbeitskreis eingerichtet (Sachsen, Thüringen, Niedersachsen). In Bayern gibt es die Christsozialen Katholiken (CSK) in der CSU.

Als Partei mit christlichen Fundament, die einen evangelischen Arbeitskreis hat, in dem sich evangelische Mitglieder organisieren, muss das auch für Katholiken möglich sein. War die Etablierung des EAK in der Gründungsphase der Union Ausdruck der ökumenischen Bemühungen und der Stärkung der evangelischen Minderheit der aus der katholischen Zentrumspartei hervorgegangenen CDU, so ist die Realität in den östlichen Landesverbänden und mittlerweile auch in anderen Landesverbänden eine völlig andere. In den gesamten neuen Bundesländern waren schon vor 10 Jahren nicht mal ein Viertel der Mitglieder katholisch. Aktuell lässt sich die tatsächliche Zahl der Katholiken in der CDU nicht mehr feststellen, weil bei Beantragung der Mitgliedschaft in der CDU aus Datenschutzgründen seit Jahren nur noch die evangelische Religionszugehörigkeit angegeben werden kann.

Der Katholische Arbeitskreis ist eine Plattform für Inhalte und nicht für individuelle Eitelkeiten. Ziel des KA ist es, innerhalb der CDU in den Prozess der politischen und demokratischen Meinungsbildung die katholischen Positionen und Interessen einzubringen.     

Natürlich richtet sich die Arbeit des KA auch auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Konfessionen in der CDU. Die Anerkennung des KA als Sonderorganisation bzw. Vereinigung hat deshalb ihre Berechtigung, weil dieses Miteinander erst dann gleichberechtigt stattfinden kann, wenn sich der KA und der EAK als Organisationen innerhalb der CDU auf einer Ebene ergänzen. Dabei soll nicht aus dem Blick verloren werden, dass das gemeinsame „C“ im politischen Wirken nach außen wichtiger sein muss, als konfessionelle Differenzen zu betonen.

Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass sich nicht nur evangelische und katholische Christen, sondern auch christlich motivierte Wähler vom Parteienspektrum abwenden.

Der KA will in der Außenwirkung für Christen und hier insbesondere die Katholiken, die ihre Prinzipien klar in der aktuellen Politik und realistisch verwirklicht sehen wollen, ermuntern, die CDU zu unterstützen. Der Katholische Arbeitskreis ist ein Angebot, um die CDU-geneigten Katholischen Christen noch näher an die Partei zu führen und ständigen Dialog – wie das bereits der EAK in seinem Umfeld praktiziert – zu gewährleisten und weiter zu optimieren. Der KA kann und will einen entscheidenden Beitrag zum Zusammenhalt und der politischen Zukunft der CDU leisten. Denn für den KA ist die Union einzige parlamentarische Kraft, die Heimat sein kann.

 

Claudia Heber
Vorsitzende KA Thüringen

Mathias Kretschmer
Vorsitzender KA Sachsen

Mirco Weiß
Vorsitzender KA Niedersachsen