Schlagwort: Marsch für das Leben

  • Relativismus in der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

    Relativismus in der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands

    „Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben von jedem Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre führt.“ Eph 4, 14

    „Es entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Gelüste gelten lässt. Wir haben jedoch ein anderes Maß: den Sohn Gottes, den wahren Menschen. Er ist das Maß des wahren Humanismus.“ J. Card. Ratzinger 2005

    Die Positionierung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) „Zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung: Positionen und Perspektiven der kfd zu § 218 StGB“ ist ein Beispiel für den Relativismus, den Ratzinger zurecht kritisiert. Die folgenden Beispiele sollen das illustrieren

    Scheinbar vertritt diese Positionierung katholische Ansichten wie „Aus katholischer Perspektive und auch für die kfd gilt, dass Leben mit der Befruchtung der Eizelle beginnt.“ Es werden auch CIC 1398 (Tatstrafe der Exkommunikation bei Mitwirkung an einem Schwangerschaftsabbruch) und Humanae Vita (Schwangerschaftsabbruch kein Mittel zu Empfängnisregelung) erwähnt.

    Dies Positionen werden aber unter Hinweis auf das Gewissen als „verborgenste Mitte“ des Menschen laut GS 16 relativiert. Dabei wird übersehen, dass GS 16 darauf verweist, dass der Mensch sich darum mühen muss, nach dem Wahren und Guten zu suchen, damit das Gewissen durch Gewöhnung an die Sünde nicht blind wird.

    Es wird in dem Positionspapier „die männliche Dominanz in Theologie und Kirchenhierarchie“ beklagt, die zu einer „eingeschränkten Sicht auf die vielfältigen Dimensionen von Sexualität, insbesondere auch auf die weibliche Selbstbestimmung“ führe. Das sei dann als „Einschränkung persönlicher Freiheit zu spüren“ und beeinflusst die „persönliche Gewissensentscheidung“. Damit wird der Anspruch auf Wahrheit und auf Schulung des Gewissens relativiert. An andere Stelle wird betont, dass „Selbstbestimmung und Freiheit“ eine große Rolle spielen müssen.

    Der Relativismus zeigt sich auch darin, dass für das Kind im Mutterleib, der Begriff „ungeborenes Leben“ verwendet wird um „gesellschaftlich anschlussfähig“ zu sein. Die Begriffe Kind, Mensch, Person werden also bewusst vermieden. Offenbar ist den Autorinnen des kfd dabei entgangen, dass auch ein Mäuseembryo als „ungeborenes Leben“ bezeichnet werden kann.

    Die kfd beklagt, dass „in vielen Regionen der Zugang zu einer medizinisch sicheren Versorgung (gemeint ist die Möglichkeit einer vorgeburtlichen Kindstötung) eingeschränkt“ sei. Eine einfache Anfrage bei Google hätte gezeigt, dass es in Deutschland ca. 1200 Einrichtungen gibt, die vorgeburtliche Kindstötungen vornehmen, aber nur 600 Geburtsstationen in den Kliniken. Wenn, dann ist die Versorgung mit Geburtsstationen unzureichend.

    Die kfd fordert, dass bei der Beratung nicht „zwei Leben gegeneinander“ ausgespielt werden dürfen. Sieht die kfd in einer überraschenden Schwangerschaft eine Gefahr für das Leben der Frau, so dass es Leben gegen Leben abzuwägen gebe?

    Gefordert werden wertfreie Informationsmöglichkeiten. Was ist damit gemeint? Soll das Lebensrecht des Kindes damit in den Hintergrund gedrängt werden?

    Die Forderung, dass auch katholische Krankenhäuser vorgeburtliche Kindstötungen ermöglichen, zeigt wie groß die Distanz dieser kfd-Positionen zur katholischen Lehre ist.

    Dass Lebensschutz nicht mit der Geburt endet, ist trivial. Doch konkrete Vorschläge seitens der kfd sind nicht erkennbar. Es wird lediglich aus einem Papier der grünen Heinrich- Böll-Stiftung zitiert.

    Mit ein wenig Recherche hätte man entdecken können, dass Lebensschutzorganisationen wie z.B. KALEB e.V., ALFA, Stiftung Ja für das Leben oder Pro Femina neben Beratung auch Unterstützung anbieten. Anstatt diese Arbeit zu würdigen, werden „sogenannte Lebensschützer*innen“ in die rechte Ecke gestellt und z.B. als Holocaustleugner verleumdet. Auch hier ist sind die Positionen der kfd von keinerlei Sachkenntnis getrübt, so dass links-grüne Narrative kritiklos übernommen werden. Von einer christlichen Einstellung gegenüber anderen Menschen zeugt das nicht.

    Vielleicht sollten die Autorinnen der kfd mal an einem Marsch für das Leben teilnehmen, um zu sehen, dass diese Veranstaltung (im Gegensatz zu den lebensfeindlichen Gegendemonstrationen) alles andere als aggressiv ist. Mit dieser Positionierung ist die kfd anschlussfähig an grüne und linke Ideologen, aber nicht katholisch. Anstatt einen Beitrag zur Schärfung des Gewissens zu leisten, wird das Gewissen mit Relativismus eingeschläfert.

    Pressestimmen zum Thema:

    „Sicher nicht katholisch“

    „Erschütternde Zahlen“

    „Wie Blinde von der Farbe“

    Bischof Algermissen: kfd-Papier „geradezu unerträglich“

    „Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen“

    „In der Kirche gegen die Kirche arbeiten“

  • CDL Sachsen verurteilt den linksextremistischen Farbanschlag auf das Haus für das Leben in Chemnitz und unterstützt den Schweigemarsch für das Leben in Annaberg

    CDL Sachsen verurteilt den linksextremistischen Farbanschlag auf das Haus für das Leben in Chemnitz und unterstützt den Schweigemarsch für das Leben in Annaberg

    Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben Sachsen vom 26.5.2026:

    Der sächsische Landesverband der Christdemokraten für das Leben e.V., der sich in der Landespolitik für das Thema Lebensrecht einsetzt, verurteilt den erneuten Farbanschlag von Linksextremisten auf das Haus für das Leben in Chemnitz und fordert den sächsischen Innenminister Armin Schuster (CDU) zum Handeln auf. Linksextremistische Gewalt ist ein zunehmendes Problem und muss dringend eingedämmt werden, um die Demokratie zu schützen und die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaats zu erhalten.

    Mit dem Anschlag zeigen die Linksextremisten, dass sie Artikel 1 unseres Grundgesetzes, also die Unantastbarkeit der Menschenwürde ablehnen. Zur Menschenwürde gehört das Recht auf Leben vom Zeitpunkt der Zeugung. Die Linksextremisten und Feministen leugnen beharrlich die wissenschaftliche und juristische Tatsache, dass der Mensch ab seiner Zeugung ein Mensch ist. Sie entmenschlichen den Menschen im frühen Entwicklungsstadium bewusst, um ihn guten Gewissens töten zu dürfen. Gleichzeitig rufen Sie dazu auf, den Schweigemarsch für das Leben zu stören, der am 30. Mai in Annaberg-Buchholz stattfinden wird. Damit zeigen die linksextremen Verfassungsfeinde, dass sie auch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ablehnen.

    Es ist gut und wichtig für Sachsen, dass es Menschen gibt, die die Menschwürde von der Zeugung bis zum natürlichen Tod verteidigen und dafür mit Schweigemärschen und Beratungsangeboten einstehen.

  • Fest der Unschuldigen Kinder

    Fest der Unschuldigen Kinder

    Ein Plädoyer für das Leben

    Am Fest der Unschuldigen Kinder am 28. Dezember gedenkt die Kirche der unschuldigen Kinder, die laut biblischer Überlieferung auf Befehl von König Herodes getötet wurden. Dabei geht es nicht um die Vergangenheit, sondern darum, all die Schwächsten und Schutzlosesten in unseren Tagen in den Blick zu nehmen. Das sind in unserer Gesellschaft insbesondere die ungeborenen Kinder.

    Kindermord zu Betlehem, Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

    Im Psalm 139,13–16 heißt es:

    „Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
    Ich danke dir, daß du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
    Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.
    Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.“

    Papst Benedikt sagte dazu in der Generalaudienz am 28.12.2005:

    „In unserem Psalm ist die Vorstellung sehr stark, daß Gott schon die gesamte Zukunft des entstehenden Embryos sieht: Im Buch des Lebens des Herrn sind schon alle Tage verzeichnet, die dieses Geschöpf erleben und im Laufe seiner irdischen Existenz mit Taten erfüllen wird. So tritt wieder die transzendente Größe des göttlichen Wissens hervor, das nicht nur die Vergangenheit und die Gegenwart der Menschheit umfaßt, sondern auch die noch verborgene Zeitspanne der Zukunft. Aber es scheint auch die Größe dieses kleinen, noch nicht geborenen menschlichen Geschöpfes auf, das die Hände Gottes geschaffen haben und dessen Liebe es umfängt: ein biblischer Lobpreis des Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz an.“

    Deshalb ist es eine jüdische und christliche Erkenntnis, dass der Mensch seine unveräußerliche Würde ab dem Zeitpunkt der Empfängnis besitzt.

    Wie sieht es mit der Wahrung dieser Würde in Deutschland aus? Nach offiziellen Daten werden jedes Jahr im wohlhabenden Deutschland mehr als 100000 Kinder vor der Geburt getötet. Das ist manchen noch nicht genug. Es gibt starke Bestrebungen, Abtreibungen weiter zu erleichtern.

    Die Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung wurde durch die CDU/CSU am Anfang des Jahres im Rechtsauschuss vorerst verhindert. Jedoch wäre beinahe eine Juristin, die Ungeborenen nicht die volle Menschenwürde zugesteht, und sich in der „Kommission für reproduktive Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“ federführend für eine Liberalisierung von vorgeburtlichen Kindstötungen eingesetzt hat, Verfassungsrichterin geworden. Der Widerstand gegen diese Wahl ist teilweise als Sieg der extremen Rechten geframt worden.

    Kürzlich hat sich das Europäische Parlament mehrheitlich hinter die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) My Voice My Choice gestellt. Diese soll auf Steuerzahlerkosten einen Abtreibungstourismus ermöglichen und so den Lebensschutz in den Mitgliedstaaten umgehen.

    Menschen, die sich für den Schutz des Lebens einsetzen sehen sich immer wieder diffamiert, beschimpft und bedroht. Das ist bei den Schweigemärschen für das Leben z.B. in Annaberg, Berlin, Köln und München zu beobachten. Initiativen, die sich für das Leben einsetzen, werden z.B. im gebührenfinanzierten Fernsehen diffamiert, was dann als Satire gelten soll. Linksextreme verüben immer wieder Farbanschläge, wie z.B. am Heiligen Abend auf das „Haus für das Leben“ von KALEB in Chemnitz.

    Davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen. Lasst uns an diesem Tag innehalten, für alle beten, deren Leben bedroht ist, und gemeinsam dafür eintreten, dass jedes Kind eine Chance auf Leben erhält. Last uns auch für die beten, die sich schwer damit tun, jedem Menschen auch dem Ungeborenen seine Würde und das Recht auf Leben zuzugestehen.

    Im Gedenken an die Unschuldigen Kinder setzen wir ein Zeichen für Hoffnung, Mitmenschlichkeit und den Schutz des Lebens.

  • „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen“ (Jer 1,5) – Eindrücke vom 20. Marsch für das Leben am 21.09.2024 2024 in Berlin

    Wir lieben das Leben

    Leider hat sich die Situation des Lebensschutzes im vergangenen Jahr nicht verbessert. Die Zahl der vorgeburtlichen Kindstötungen steigt seit der Abschaffung des §219a StGB im Jahr 2022 (Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche) wieder an. Es wurden Bannmeilen vor Abtreibungs- und Beratungseinrichtungen gesetzlich verankert. Friedliche Gebete werden damit als Gehsteigbelästigung diffamiert. Eine Kommission der Bundesregierung relativiert das Lebensrecht der ungeborenen Kinder. Linksextremisten und Grüne machen mit der Kampagne „Abtreibung legalisieren – jetzt!“ mobil, um die Regierung zu bewegen den §218 noch in dieser Legislaturperiode abzuschaffen. Der assistierte Suizid also die aktive Sterbehilfe wir immer mehr salonfähig.

    Deshalb war es wichtig auch in diesem Jahr für die Menschenwürde und das Recht auf Leben von der Zeugung bis zum natürlichen Tod zu demonstrieren.

    Das Grußwort des Apostolischen Nuntius Erzbischof Nikola Eterović trägt die Überschrift: „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen“ (Jer 1,5). Er betont: „Jeder einzelne von uns ist nach Worten von Papst Benedikt XVI. „Frucht eines Gedankens Gottes. Jeder ist gewollt, jeder ist geliebt, jeder ist gebraucht“ (Predig zur Amtseinführung, Petersplatz, 24. April 2005). Diesen Gedanken greift der Heilige Vater Franziskus, den ich in der Bundesrepublik Deutschland vertrete, in seiner Enzyklika Laudato si‘ – Über die Sorge um das gemeinsame Haus vom 24. Mai 2015 auf und schreibt: „Die Bibel lehrt, dass jeder Mensch aus Liebe erschaffen wurde, als Abbild Gottes und ihm ähnlich (vgl. Gen 1,26). Diese Aussage macht uns die unermessliche Würde jedes Menschen deutlich; er ist nicht bloß etwas, sondern jemand“ (a.a.O., Nr. 65). … Im Namen des Bischofs von Rom und Hirten der Universalkirche grüße ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 20. Marsch für das Leben, der zugleich in Berlin und in Köln stattfindet, und danke für das unermüdliche Engagement so vieler gerade für jene, die noch keine Stimme haben oder keine Stimme mehr erheben können, weil sie zu schwach geworden sind.“

    Angesichts dieser klaren Worte ist es schwer verständlich, dass sich manche katholischen Organisationen und auch Bischöfe schwertun, dieses Engagement zu unterstützen.

    Reisesegen von Weihbischof Dr. Matthias Heinrich aus Berlin

    Wie in den vergangenen Jahren versuchten offensichtliche Linksextremisten die Demonstration und auch die Kundgebung laut zu stören, in dem sie die immer gleichen Parolen den Teilnehmern entgegenschrien. Dank des umsichtigen Einsatzes der Polizei konnte der kurze Marsch durch Berlin ohne Blockaden stattfinden.

    Der Benediktimpuls vom 21. September passt zu dieser Situation: „Heute wie gestern erfordert das Leben des Christen den Mut, gegen den Strom zu schwimmen, wie Jesus zu lieben, der bis zum Opfer seiner selbst am Kreuz gegangen ist.“ Aus: Predigt vom 23. September 2007

  • Die Schwächsten sichtbar machen

    Die Schwächsten sichtbar machen – Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben (CDL) Sachsen und des Katholischen Arbeitskreises (KA) in der Sächsischen Union zum Marsch für das Leben 2024

    Der „Marsch für das Leben“ am 21. September in Berlin und Köln ist ein guter Anlass, sich die Situation der Schwächsten in unsere Gesellschaft bewusst zu machen. Das Lebensrecht von ungeborenen Kindern und Menschen am Lebensende wird immer mehr in Frage gestellt. Die Ampel-Regierung will z.B. vorgeburtliche Kindstötungen weiter erleichtern, indem der § 218 StGB gestrichen werden soll. Die Legalisierung aktiver Sterbehilfe wird ebenfalls propagiert. Die Tötung eines Menschen darf nicht die Lösung eines Konfliktes sein. Schwangere in Not brauchen Hilfe und Unterstützung, Sterbende brauchen Zuwendung und eine gute medizinische Versorgung. Wir brauchen eine Kultur des Lebens und nicht des Todes!

    Deshalb laden wir alle ein, am 21. September in Köln oder Berlin ein starkes Zeichen für das Leben zu setzen!

    13.09.2024

  • „Einzigartig. Leben wagen.“ Eindrücke vom 19. Marsch für das Leben 2023 in Berlin

    Wozu jedes Jahr diese Demonstration könnte man fragen, wozu dieser Aufwand, z.B. der massive Polizeieinsatz? Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder gab in ihrer Begrüßung eine Antwort auf diese Fragen: „Wir leben gesellschaftlich schwierigen Zeiten. die Abtreibungszahlen sind seit 2022 massiv gestiegen und steigen weiter. Und niemand interessiert es in der Politik. … Das ist ein Alarmzeichen für die Situation der Frauen.“

    Es geht darum ein Zeichen zu setzen und den ungenügenden Schutz menschlichen Lebens am Anfang und am Ende an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Bischof Voderholzer in einem Interview: „Lebensschutz heißt, die Würde der der menschlichen Person in all ihren Phasen unabhängig von ihrer ökonomischen, ästhetischen oder sonstigen Qualifizierung hochzuhalten. Es ist nicht nur mein persönliches Recht, sondern auch die Pflicht als Christ hier meine Position öffentlich darzustellen.“

    In manchen Ländern ist der Lebensschutz bereit noch weiter ausgehöhlt als in Deutschland. Arthur Alderliesten von „Schreeuw om Leven“ (Schrei nach Leben), erklärte, dass der in den Niederlanden einen gesetzlich festgeschriebenen Schutz ungeborener Kinder praktisch keine Rolle spielt. Da die vorgeburtliche Kindstötungen bis zu 24. Schwangerschaftswoche erlaubt sind, kommen auch aus dem Ausland Frauen in die Niederlande. Er betonte die Bedeutung einer Vernetzung europäischen Pro Life Bewegungen.

    Alex Schadenberg (hier mit der Vorsitzenden von Alfa e.V. Cornelia Kaminski) aus Kanada wies darauf hin, dass sich nur die wenigsten Menschen wegen unerträglicher Schmerzen für Sterbehilfe entscheiden, sondern Einsamkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit ebenfalls diesen Wunsch auslösen. Am Beispiel eines jungen Obdachlosen der Schadenbergs Hotline kontaktierte, konnte er zeigen, dass der Wunsch zu sterben, nicht mehr existiert, wenn geholfen wird, die Probleme zu lösen.

    Dank des umsichtigen Einsatzes der Polizei konnte der kurze Marsch durch Berlin ohne Blockaden stattfinden. Lärmende Gegendemonstranten und Störversuche der Kundgebung zeigen, dass diese Veranstaltung ernst genommen wird.

    Den Schlusssegen erteilten nach einer kurzen Fürbittandacht Erzbischof Dr. Heiner Koch gemeinsam mit Pastor Albrecht Weißbach.

     Unter den Teilnehmern waren auch Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Josef Graf (Regensburg), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und Weihbischof Matthias Heinrich (Berlin). Die deutsche Bischofskonferenz unterstützt den Marsch für das Leben.

    Umso unverständlicher ist, dass katholische Jugendverbände zum Boykott der Märsche aufgerufen haben, weil sich auch Rechtsextremisten an diesen beteiligen würden. Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch hat zurecht darauf hingewiesen, dass „Wenn ich nur zu Demonstrationen gehen wollte, bei denen alle anderen Teilnehmenden zu einhundert Prozent meine Überzeugungen teilen, müsste ich zu Hause bleiben. Ich möchte mir aber nicht die Chance nehmen lassen, auch im Rahmen einer Demonstration öffentlich für das menschliche Leben einzutreten.“.

    Komischerweise hat noch niemand Klimademonstrationen kritisiert weil dort auch Linksextremisten teilnehmen.

    Grußworte sind hier zu finden:

    Kundgebung auf EWTN:

    Bericht auf CNA: