Schlagwort: Lebensschutz

  • „Einzigartig. Leben wagen.“ Eindrücke vom 19. Marsch für das Leben 2023 in Berlin

    Wozu jedes Jahr diese Demonstration könnte man fragen, wozu dieser Aufwand, z.B. der massive Polizeieinsatz? Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder gab in ihrer Begrüßung eine Antwort auf diese Fragen: „Wir leben gesellschaftlich schwierigen Zeiten. die Abtreibungszahlen sind seit 2022 massiv gestiegen und steigen weiter. Und niemand interessiert es in der Politik. … Das ist ein Alarmzeichen für die Situation der Frauen.“

    Es geht darum ein Zeichen zu setzen und den ungenügenden Schutz menschlichen Lebens am Anfang und am Ende an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Bischof Voderholzer in einem Interview: „Lebensschutz heißt, die Würde der der menschlichen Person in all ihren Phasen unabhängig von ihrer ökonomischen, ästhetischen oder sonstigen Qualifizierung hochzuhalten. Es ist nicht nur mein persönliches Recht, sondern auch die Pflicht als Christ hier meine Position öffentlich darzustellen.“

    In manchen Ländern ist der Lebensschutz bereit noch weiter ausgehöhlt als in Deutschland. Arthur Alderliesten von „Schreeuw om Leven“ (Schrei nach Leben), erklärte, dass der in den Niederlanden einen gesetzlich festgeschriebenen Schutz ungeborener Kinder praktisch keine Rolle spielt. Da die vorgeburtliche Kindstötungen bis zu 24. Schwangerschaftswoche erlaubt sind, kommen auch aus dem Ausland Frauen in die Niederlande. Er betonte die Bedeutung einer Vernetzung europäischen Pro Life Bewegungen.

    Alex Schadenberg (hier mit der Vorsitzenden von Alfa e.V. Cornelia Kaminski) aus Kanada wies darauf hin, dass sich nur die wenigsten Menschen wegen unerträglicher Schmerzen für Sterbehilfe entscheiden, sondern Einsamkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit ebenfalls diesen Wunsch auslösen. Am Beispiel eines jungen Obdachlosen der Schadenbergs Hotline kontaktierte, konnte er zeigen, dass der Wunsch zu sterben, nicht mehr existiert, wenn geholfen wird, die Probleme zu lösen.

    Dank des umsichtigen Einsatzes der Polizei konnte der kurze Marsch durch Berlin ohne Blockaden stattfinden. Lärmende Gegendemonstranten und Störversuche der Kundgebung zeigen, dass diese Veranstaltung ernst genommen wird.

    Den Schlusssegen erteilten nach einer kurzen Fürbittandacht Erzbischof Dr. Heiner Koch gemeinsam mit Pastor Albrecht Weißbach.

     Unter den Teilnehmern waren auch Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Josef Graf (Regensburg), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und Weihbischof Matthias Heinrich (Berlin). Die deutsche Bischofskonferenz unterstützt den Marsch für das Leben.

    Umso unverständlicher ist, dass katholische Jugendverbände zum Boykott der Märsche aufgerufen haben, weil sich auch Rechtsextremisten an diesen beteiligen würden. Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch hat zurecht darauf hingewiesen, dass „Wenn ich nur zu Demonstrationen gehen wollte, bei denen alle anderen Teilnehmenden zu einhundert Prozent meine Überzeugungen teilen, müsste ich zu Hause bleiben. Ich möchte mir aber nicht die Chance nehmen lassen, auch im Rahmen einer Demonstration öffentlich für das menschliche Leben einzutreten.“.

    Komischerweise hat noch niemand Klimademonstrationen kritisiert weil dort auch Linksextremisten teilnehmen.

    Grußworte sind hier zu finden:

    Kundgebung auf EWTN:

    Bericht auf CNA:

  • Zur geplanten Streichung des Paragrafen 218 StGB – Die Ampelregierung missachtet das Lebensrecht Ungeborener

    Familienministerin Paus holt nach der Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche zum nächsten Schlag aus. 

    Schon nach Amtsantritt hat die grüne Familienministerin keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Schwangerschaftsabbrüche legalisieren und sich gegen unser Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht stellen will. Jetzt ist es amtlich. Das seit Jahrzehnten funktionierende Schutzkonzept soll weg. Ungeborene Kinder haben bei dieser Familienministerin keine Lobby. Dabei schützt unsere Verfassung auch das ungeborene Leben, das gleichfalls Träger von Grundrechten ist. Das ignoriert die Familienministerin, deren Aufgabe es eigentlich wäre, die Interessen der ungeborenen Kinder und der Frauen, die sich im Konflikt befinden, zu vertreten. Gerade deshalb gibt es die Beratungspflicht, bevor ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt wird. Es ist und bleibt die Beendigung von Leben und ist eben kein normaler medizinischer Eingriff. Wir brauchen eine Familienministerin die eine Willkommenskultur für Kinder in diesem Land fördert. Was wir nicht brauchen, sind ideologische Parolen über Selbstbestimmung, die ungeborene Kinder und deren verfassungsgemäßen Rechte völlig ausblende

    Gastbeitrag von Claudia Heber KA Thüringen 05.01.2023

  • Fest der unschuldigen Kinder auch heute aktuell

    Kindermord von Bethlehem Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

    „Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen.“

    Mutter Theresa

    Das Fest der Unschuldigen Kinder erinnert uns daran, dass in unserem angeblich so reichen Land für viele Kinder kein Platz zu sein scheint und ca. 100000 Kinder jedes Jahr in Deutschland vor der Geburt getötet werden.

    Deshalb ist es wichtig, immer wieder auf dieses Unrecht hinzuweisen. Leider wird der Unrechtscharakter der vorgeburtlichen Kindstötung immer mehr verschleiert. Die Ampelkoalition hat das Werbeverbot für Abtreibungen wie angekündigt abgeschafft. Es ist das erklärte Ziel der drei Koalitionsparteien (und auch der LINKEN) vorgeburtliche Kindstötungen nicht mehr als Straftat gegen das Leben zu bewerten und den entsprechenden § 218 aus dem Strafgesetzbuch zu entfernen. Hätte das nicht vor der Bundestagswahl von den Kirchen stärker thematisiert werden müssen?

    Seitens der C-Parteien sollte auch außerhalb der Parlamentsdebatten das Grundrecht auf Leben stärker betont werden. Auch die Kirchen sind hier sehr zurückhaltend. In der Bistumspresse wurde z.B. der Marsch für das Leben in die rechte Ecke gestellt, anstatt diese Initiative zu unterstützen.

    Wir werden uns in den Debatten z.B. zum Programm der Sächsischen Union im Sinne des Lebensschutzes einbringen. Jeder kann entsprechende Initiativen wie ALFA oder 1000+ unterstützen oder z.B. beim Marsch für das Leben mithelfen, den Wert des Lebens in allen seinen Phasen in der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Nicht zuletzt dürfen wir dieses Anliegen auch im Gebet vor unseren Herrn tragen.