Kategorie: Lebensschutz

  • CDL-Pressemitteilung: Bundesregierung muss ideologische Scheuklappen ablegen

    „Die Politik der Ampelregierung geht dramatisch in die falsche Richtung. Während man ideologiegetrieben ständig behauptet, es gäbe zu wenige Möglichkeiten Abtreibungen vornehmen zu lassen, sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Im Jahre 2022 stieg die Zahl der Abtreibungen um 9,9% im Vergleich zum Vorjahr auf über 104 000 mit steigender Tendenz im Jahre 2023.

    Heute veröffentlichte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung eine weitere erschreckende Entwicklung.
    Die Geburtenrate in Deutschland fiel von 1,57 Kindern pro Jahr in 2021 auf rund 1,36 Ende 2023 und damit auf ein Niveau, das so niedrig ist wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

    Schon 2022 gingen mit 738.819 Geburten die Zahlen zum Vorjahr um 7,1% zurück, doch wurden bis November 2023 nur 631.000 Kinder geboren, was 7,5% weniger sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
    Dazu kommt, dass der Deutsche Hebammenverband Alarm schlägt. Gab es 1991 noch 1186 Kliniken, in denen Geburten möglich waren, waren es im Jahre 2018 nur noch 655. Seit 2015 sind allein 116 Einrichtungen geschlossen worden, oder stehen kurz vor der Schließung. Schwangere Frauen müssen vor der Niederkunft immer weitere Wege zurücklegen. Das stellt eine Gefährdung für Mutter und Kind dar.

    Statt über angeblich fehlende Abtreibungseinrichtungen zu klagen, sollte die Regierungskoalition in Berlin sich über diese beängstigenden Entwicklungen Gedanken machen.

    Die CDL fordert deshalb unsere Bundesregierung auf, endlich die ideologischen Scheuklappen niederzulegen, die Realität wahrzunehmen und eine vernünftige, lebensbejahende und familienfreundliche Politik zu gestalten. In Zeiten von Fachkräftemangel und einer immer älter werdenden Bevölkerung bekommt der Begriff Nachhaltigkeit, den die Ampel so gerne gebraucht, eine ganz andere Bedeutung. Die Zukunft sichern kann man nur, wenn man Eltern ein Leben mit Kindern ermöglicht und sie in allen Bereichen unterstützt und fördert.“

    Christdemokraten für das Leben e.V.

  • Demokratische Grundrechte dürfen nicht zugunsten einer Ideologie eingeschränkt werden!

    Mit Sorge haben wir den Kabinettsbeschluss zur Einschränkung des Versammlungsrechtes vor Arztpraxen und Beratungsstellen zur Kenntnis genommen. Die als „Gehsteigbelästigung“ bezeichneten Aktionen des stillen Betens und der Angebote von Beratung und Hilfe durch Menschen, die das Leid einer vorgeburtliche Kindstötung sehen, müssen erlaubt bleiben.

    Nach Abschaffung des Werbeverbotes für Abtreibungen ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg zur völligen Aufhebung des Schutzes des ungeborenen Lebens.

    Dieser Kabinettsbeschluss richtet sich nicht nur gegen das wichtigste Grundrecht, das Recht auf Leben (das Unrecht der vorgeburtlichen Kindstötung soll nicht im öffentlichen Raum benannt werden dürfen) sondern auch die demokratischen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Es darf nicht hingenommen werden, dass die Regierung Meinungen, die Ihrer Ideologie nicht entsprechen, aus der Öffentlichkeit verbannen will. Das erinnert im Ansatz an die Situation, die wir in Sachsen vor 35 Jahren hatten. Demokratie und Meinungsfreiheit heißt eben auch, dass man Meinungen ertragen muss, die man nicht teilt!

  • „Einzigartig. Leben wagen.“ Eindrücke vom 19. Marsch für das Leben 2023 in Berlin

    Wozu jedes Jahr diese Demonstration könnte man fragen, wozu dieser Aufwand, z.B. der massive Polizeieinsatz? Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder gab in ihrer Begrüßung eine Antwort auf diese Fragen: „Wir leben gesellschaftlich schwierigen Zeiten. die Abtreibungszahlen sind seit 2022 massiv gestiegen und steigen weiter. Und niemand interessiert es in der Politik. … Das ist ein Alarmzeichen für die Situation der Frauen.“

    Es geht darum ein Zeichen zu setzen und den ungenügenden Schutz menschlichen Lebens am Anfang und am Ende an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Bischof Voderholzer in einem Interview: „Lebensschutz heißt, die Würde der der menschlichen Person in all ihren Phasen unabhängig von ihrer ökonomischen, ästhetischen oder sonstigen Qualifizierung hochzuhalten. Es ist nicht nur mein persönliches Recht, sondern auch die Pflicht als Christ hier meine Position öffentlich darzustellen.“

    In manchen Ländern ist der Lebensschutz bereit noch weiter ausgehöhlt als in Deutschland. Arthur Alderliesten von „Schreeuw om Leven“ (Schrei nach Leben), erklärte, dass der in den Niederlanden einen gesetzlich festgeschriebenen Schutz ungeborener Kinder praktisch keine Rolle spielt. Da die vorgeburtliche Kindstötungen bis zu 24. Schwangerschaftswoche erlaubt sind, kommen auch aus dem Ausland Frauen in die Niederlande. Er betonte die Bedeutung einer Vernetzung europäischen Pro Life Bewegungen.

    Alex Schadenberg (hier mit der Vorsitzenden von Alfa e.V. Cornelia Kaminski) aus Kanada wies darauf hin, dass sich nur die wenigsten Menschen wegen unerträglicher Schmerzen für Sterbehilfe entscheiden, sondern Einsamkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit ebenfalls diesen Wunsch auslösen. Am Beispiel eines jungen Obdachlosen der Schadenbergs Hotline kontaktierte, konnte er zeigen, dass der Wunsch zu sterben, nicht mehr existiert, wenn geholfen wird, die Probleme zu lösen.

    Dank des umsichtigen Einsatzes der Polizei konnte der kurze Marsch durch Berlin ohne Blockaden stattfinden. Lärmende Gegendemonstranten und Störversuche der Kundgebung zeigen, dass diese Veranstaltung ernst genommen wird.

    Den Schlusssegen erteilten nach einer kurzen Fürbittandacht Erzbischof Dr. Heiner Koch gemeinsam mit Pastor Albrecht Weißbach.

     Unter den Teilnehmern waren auch Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Josef Graf (Regensburg), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und Weihbischof Matthias Heinrich (Berlin). Die deutsche Bischofskonferenz unterstützt den Marsch für das Leben.

    Umso unverständlicher ist, dass katholische Jugendverbände zum Boykott der Märsche aufgerufen haben, weil sich auch Rechtsextremisten an diesen beteiligen würden. Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch hat zurecht darauf hingewiesen, dass „Wenn ich nur zu Demonstrationen gehen wollte, bei denen alle anderen Teilnehmenden zu einhundert Prozent meine Überzeugungen teilen, müsste ich zu Hause bleiben. Ich möchte mir aber nicht die Chance nehmen lassen, auch im Rahmen einer Demonstration öffentlich für das menschliche Leben einzutreten.“.

    Komischerweise hat noch niemand Klimademonstrationen kritisiert weil dort auch Linksextremisten teilnehmen.

    Grußworte sind hier zu finden:

    Kundgebung auf EWTN:

    Bericht auf CNA:

  • Zur geplanten Streichung des Paragrafen 218 StGB – Die Ampelregierung missachtet das Lebensrecht Ungeborener

    Familienministerin Paus holt nach der Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche zum nächsten Schlag aus. 

    Schon nach Amtsantritt hat die grüne Familienministerin keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Schwangerschaftsabbrüche legalisieren und sich gegen unser Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht stellen will. Jetzt ist es amtlich. Das seit Jahrzehnten funktionierende Schutzkonzept soll weg. Ungeborene Kinder haben bei dieser Familienministerin keine Lobby. Dabei schützt unsere Verfassung auch das ungeborene Leben, das gleichfalls Träger von Grundrechten ist. Das ignoriert die Familienministerin, deren Aufgabe es eigentlich wäre, die Interessen der ungeborenen Kinder und der Frauen, die sich im Konflikt befinden, zu vertreten. Gerade deshalb gibt es die Beratungspflicht, bevor ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt wird. Es ist und bleibt die Beendigung von Leben und ist eben kein normaler medizinischer Eingriff. Wir brauchen eine Familienministerin die eine Willkommenskultur für Kinder in diesem Land fördert. Was wir nicht brauchen, sind ideologische Parolen über Selbstbestimmung, die ungeborene Kinder und deren verfassungsgemäßen Rechte völlig ausblende

    Gastbeitrag von Claudia Heber KA Thüringen 05.01.2023

  • Fest der unschuldigen Kinder auch heute aktuell

    Kindermord von Bethlehem Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

    „Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen.“

    Mutter Theresa

    Das Fest der Unschuldigen Kinder erinnert uns daran, dass in unserem angeblich so reichen Land für viele Kinder kein Platz zu sein scheint und ca. 100000 Kinder jedes Jahr in Deutschland vor der Geburt getötet werden.

    Deshalb ist es wichtig, immer wieder auf dieses Unrecht hinzuweisen. Leider wird der Unrechtscharakter der vorgeburtlichen Kindstötung immer mehr verschleiert. Die Ampelkoalition hat das Werbeverbot für Abtreibungen wie angekündigt abgeschafft. Es ist das erklärte Ziel der drei Koalitionsparteien (und auch der LINKEN) vorgeburtliche Kindstötungen nicht mehr als Straftat gegen das Leben zu bewerten und den entsprechenden § 218 aus dem Strafgesetzbuch zu entfernen. Hätte das nicht vor der Bundestagswahl von den Kirchen stärker thematisiert werden müssen?

    Seitens der C-Parteien sollte auch außerhalb der Parlamentsdebatten das Grundrecht auf Leben stärker betont werden. Auch die Kirchen sind hier sehr zurückhaltend. In der Bistumspresse wurde z.B. der Marsch für das Leben in die rechte Ecke gestellt, anstatt diese Initiative zu unterstützen.

    Wir werden uns in den Debatten z.B. zum Programm der Sächsischen Union im Sinne des Lebensschutzes einbringen. Jeder kann entsprechende Initiativen wie ALFA oder 1000+ unterstützen oder z.B. beim Marsch für das Leben mithelfen, den Wert des Lebens in allen seinen Phasen in der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Nicht zuletzt dürfen wir dieses Anliegen auch im Gebet vor unseren Herrn tragen.

  • Zeugnis für das Leben – Eindrücke vom 18. Marsch für das Leben

    Etwa 4000 Teilnehmer des vom Bundesverband für Lebensrecht organisierten 18. „Marsches für das Leben“ kamen am 17. September nach Berlin. Sie legten Zeugnis für die Menschenwürde und das Recht auf Leben eines jeden Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod ab. Dieses Anliegen ist auch uns als katholischen Arbeitskreis wichtig. Der Marsch für das Leben gilt auch als eine der größten ökumenische Veranstaltungen. Viele Teilnehmer sind Christen (z.B. war Bischof Rudolf Voderholzer unter den Teilnehmern), traditionell gibt es einen ökumenischen Abschlussgottesdienst.

    Der Einsatz für das Leben ist aber kein Privileg für Christen. Das machte Terrisa Bukovinac aus den USA von der Initiative „Progressive Anti-Abortion Uprising“ deutlich, die sich als atheistische Linke verortet. Sie stehe für die Werte Gleichheit, Gewaltfreiheit und Antidiskriminierung. „Diese Werte sind unvereinbar mit dem Vergiften oder Zerreißen eines ungeborenen Kindes!“ Damit prangerte sie die globale Abtreibungsindustrie an.

    In einem kurzen Video wurde deutlich, dass die Ampelregierung den Lebensschutz aushöhlt, dass es z.B. Jusos gibt, die ungeborenen Manschen jedes Recht auf Leben absprechen. Die Abschaffung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen ist nur ein Schritt zur Abschaffung des §218, also der Freigabe von Abtreibungen bis zu Geburt.  

    Silvia Prantel, eine Unternehmerin, die acht Jahre im Bundestag wirkte kommentierte das mit den Worten „Die Streichung von §218 sorgt dafür, dass die Frauen eben nicht mehr gut beraten werden können, dass man Ihnen bestimmt weniger Hilfen gibt.“

    Hubert Hüppe MdB bekannte, dass er stolz darauf ist ein Lebensschützer zu sein. „Wenn wir dafür (den Lebensschutz) eintreten, treten wir für die Schwächsten ein, für die Ungeborenen, die Alten und Schwachen und für die Behinderten.“

    Dieses Eintreten für die Schwächsten gefällt nicht jedem in diesem Land. Dank der guten Arbeit der Polizei blieb es bei akustischen Belästigungen durch einige kleine Grüppchen. Ein Plakat, das eine brennende Kirche darstellt, dokumentiert aber auch die potentielle Gewaltbereitschaft.

    Marsch für das Leben bei EWTN (Youtube)

    Weitere Infos von BVL

    Mitteilung des BVL zu den Grußworten der Dresdner Bischöfe

  • Der Schutz des Lebens ist eine große Herausforderung geworden

    Wie können und sollen sich Katholiken in die Politik einbringen? Welche Themen sind aus katholischer Sicht kritisch? Darüber diskutierten am Montagabend Vertreter des Katholischen Arbeitskreises in der Sächsischen Union mit Bischof Heinrich Timmerevers. Seit elf Jahren gibt es diesen Arbeitskreis in Sachsen und Thüringen und seit kurzem auch in Niedersachsen. Der sächsische Arbeitskreis ist im Landesvorstand und der Programmkommission vertreten.

    Es ist oft mühsam, sich einzubringen. Davon darf man sich nicht entmutigen lassen, meinte der Bischof: „Steter Tropfen höhlt den Stein“.  In Veranstaltungen will der Arbeitskreis die katholische Soziallehre den Menschen nahebringen. Die Unterstützung der Kirche mit Räumen und auch das Engagement Von Diakon Dr. Daniel Frank ist sehr hilfreich.

    Das drängendste Thema in unserer Zeit ist der Lebensschutz. Die Aufhebung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen ist wahrscheinlich nicht das Ende. Die Analyse der Wahlprogramme hat auch vor der Wahl erkennen lassen, was eine „Ampel“ plant. Ein Problem ist, dass das Problembewusstsein für das Lebensrecht des Kindes in der Gesellschaft zu wenig ausgeprägt ist. Wie kann man das verändern, ohne durch zu starke Polarisierung das Gegenteil zu erreichen? Aber auch für die Frauen, deren vermeintliches „Recht auf ihren Körper“ gefordert wird, ist es manchmal schwierig, nach der Tötung des eigenen Kindes weiterzuleben, wie Fälle in der Gerontopsychiatrie belegen. Die Würde und Gott Gewolltheit jedes Menschen von Anfang an ist essenziell in der kirchlichen Lehre und bereits in den Psalmen und bei den Kirchenvätern grundgelegt.

    Auch am anderen Ende des menschlichen Lebens sind Sorgen angebracht. Bei der Diskussion über die aktive Sterbehilfe besteht auch die Gefahr eines Dammbruchs. Der Bischof berichtete aus seinen Erfahrungen aus dem Münsterland. In deutschen Seniorenheimen nahe der holländischen Grenze leben auch viele ältere Menschen aus den Niederlanden, die sich dort „sicher“ fühlen. Es sollte so bleiben, dass die alten Menschen sich auch weiterhin in Deutschland in den Seniorenheimen sicher fühlen können

    Bischof Heinrich Timmerevers erklärt das älteste Bild des Heilgen Benno, das  nach seiner Heiligsprechung vor mehr als 500 Jahren gemalt wurde

    Herzlichen Dank Bischof Heinrich für Ihre Zeit und die wertvollen Impulse!

  • Eine Kultur des Todes kann kein Fortschritt sein, sondern ist menschenunwürdig!

    Am 23, Juni debattiert der Bundestag abschließend über die Abschaffung des § 219a StGB und damit über die Abschaffung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen. Begründet wird das u.a. damit, dass ein Strafmakel für den Berufsethos von Ärzten besonders belastend sei. Das Gesetzesvorhaben stehe auch im Einklang mit der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“.

    Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ist leider davon auszugehen, dass dieses Gesetzesvorhaben die nötige Mehrheit erhalten wird. In der ersten Lesung am 13. Mai pries eine Abgeordnete der Ampel die geplante Abschaffung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen als Fortschritt: „Heute ist ein guter Tag. Das ist ein schöner Moment. Gewöhnen Sie sich dran: Wir gehen vorwärts, niemals zurück.“

    Nach unserer Meinung ist eine Kultur des Todes niemals ein Fortschritt, sondern ist menschenunwürdig! Damit sind wir als KA-Sachsen nicht allein.

    Kath.net befürchtet: „dass der Zugang zur Abtreibung dadurch noch stärker erleichtert wird, das Bewusstsein für die Problematik der Tötung ungeborener Kinder noch weiter schwindet, aber vor allem dies erst ein Etappensieg für die weiteren Pläne zum Ausbau der Legalisierung der Abtreibung sein könnte.“

    Cornelia Kaminski (Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle -AlfA) kommentiert das Vorhaben der Ampelkoalition: „Ungewollte Schwangerschaften stellen für Frauen zweifellos ein sehr ernstes Problem dar. Was sie dennoch am wenigsten brauchen, ist jemand, der ihnen sagt wie er oder sie das Kind >>wegmacht<< und was das kostet. Was sie brauchen sind vielmehr Personen, die ihnen stattdessen gangbare Wege aufzeigen, wie ein Leben mit einem unerwarteten Kind gelingen kann, welche Unterstützung sie von der Solidargemeinschaft erwarten dürfen und wer darüber hinaus welche Hilfestellungen anbietet“ (Lebenszeichen Nr. 135 – Sommer 2022).

    Stefan Rehder (Die Tagespost) schreibt: „Wie es um das Berufsethos von Medizinern bestellt ist, die sich auf vorgeburtliche Kindstötungen spezialisiert haben, kann in dem Buch „Die Höhle der Löwin: Geschichte einer Abtreibungsärztin“ nachgelesen werden. Dort bekennt die ehemalige „Pro Familia“-Mitarbeiterin Kristina Hänel unter dem Pseudonym Andrea Vogelsang: „Ich liebe meinen Beruf, ich mache meine Arbeit gern, ich finde es schön, Schwangerschaftsabbrüche zu machen, und ich bin stolz auf mich.“ Jene Abtreibungsärztin, die in allen Instanzen wegen fortgesetzten Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen rechtskräftig verurteilt wurde und der das Parlament kommende Woche nun einen Persilschein ausstellen will.“ Stefan Rehder bezweifelt auch, dass das Vorhaben etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat: „Was an der Werbung für vorgeburtliche Kindstötungen „nachhaltig“ sein soll, erschließt sich wohl nur den Verfechtern der „Kultur des Todes“.“.

    Daniel Kästner (Landesvorsitzender CDL Sachsen) stellt in einem Rundschreiben fest: „Die Ampel will das Werbeverbot aufheben, die Linke will Abtreibung gänzlich legalisieren und auch den §218 streichen sowie Verhütungsmittel generell kostenlos zur Verfügung stellen.“ Er sieht eine Ursache für die hohen Abtreibungszahlen in der Sexualerziehung: „Man darf davon ausgehen, dass in den 96 % das Kind unerwartet, ungeplant und daher unerwünscht war. Trotz einer Lebenssituation, in die ein (weiteres) Kind als nicht hineinpassend empfunden wird, wird Sexualität praktiziert. Offenbar wird in der Gesellschaft die Möglichkeit / das „Risiko“ einer Schwangerschaft als minimal / nicht vorhanden angesehen, obwohl dem nicht so ist. Das muss Ursachen haben in der Sexualerziehung.“

    Daniel Kästner fragt auch im Hinblick auf die Sterbehilfe, die am 24.6. debattiert werden soll:

    „Was macht es mit uns und der gesamten Gesellschaft, wenn wir es weiter oder gar vermehrt zulassen, das die Schwächsten, die Ungeplanten und die nicht mehr Konsumfähigen, nach Pflichtberatung und Bedenkfrist der willkürlichen Tötung preisgegeben werden?“