Aktuelles

  • Am 23, Juni debattiert der Bundestag abschließend über die Abschaffung des § 219a StGB und damit über die Abschaffung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen. Begründet wird das u.a. damit, dass ein Strafmakel für den Berufsethos von Ärzten besonders belastend sei. Das Gesetzesvorhaben stehe auch im Einklang mit der „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“.

    Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag ist leider davon auszugehen, dass dieses Gesetzesvorhaben die nötige Mehrheit erhalten wird. In der ersten Lesung am 13. Mai pries eine Abgeordnete der Ampel die geplante Abschaffung des Werbeverbotes für vorgeburtliche Kindstötungen als Fortschritt: „Heute ist ein guter Tag. Das ist ein schöner Moment. Gewöhnen Sie sich dran: Wir gehen vorwärts, niemals zurück.“

    Nach unserer Meinung ist eine Kultur des Todes niemals ein Fortschritt, sondern ist menschenunwürdig! Damit sind wir als KA-Sachsen nicht allein.

    Kath.net befürchtet: „dass der Zugang zur Abtreibung dadurch noch stärker erleichtert wird, das Bewusstsein für die Problematik der Tötung ungeborener Kinder noch weiter schwindet, aber vor allem dies erst ein Etappensieg für die weiteren Pläne zum Ausbau der Legalisierung der Abtreibung sein könnte.“

    Cornelia Kaminski (Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle -AlfA) kommentiert das Vorhaben der Ampelkoalition: „Ungewollte Schwangerschaften stellen für Frauen zweifellos ein sehr ernstes Problem dar. Was sie dennoch am wenigsten brauchen, ist jemand, der ihnen sagt wie er oder sie das Kind >>wegmacht<< und was das kostet. Was sie brauchen sind vielmehr Personen, die ihnen stattdessen gangbare Wege aufzeigen, wie ein Leben mit einem unerwarteten Kind gelingen kann, welche Unterstützung sie von der Solidargemeinschaft erwarten dürfen und wer darüber hinaus welche Hilfestellungen anbietet“ (Lebenszeichen Nr. 135 – Sommer 2022).

    Stefan Rehder (Die Tagespost) schreibt: „Wie es um das Berufsethos von Medizinern bestellt ist, die sich auf vorgeburtliche Kindstötungen spezialisiert haben, kann in dem Buch „Die Höhle der Löwin: Geschichte einer Abtreibungsärztin“ nachgelesen werden. Dort bekennt die ehemalige „Pro Familia“-Mitarbeiterin Kristina Hänel unter dem Pseudonym Andrea Vogelsang: „Ich liebe meinen Beruf, ich mache meine Arbeit gern, ich finde es schön, Schwangerschaftsabbrüche zu machen, und ich bin stolz auf mich.“ Jene Abtreibungsärztin, die in allen Instanzen wegen fortgesetzten Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen rechtskräftig verurteilt wurde und der das Parlament kommende Woche nun einen Persilschein ausstellen will.“ Stefan Rehder bezweifelt auch, dass das Vorhaben etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat: „Was an der Werbung für vorgeburtliche Kindstötungen „nachhaltig“ sein soll, erschließt sich wohl nur den Verfechtern der „Kultur des Todes“.“.

    Daniel Kästner (Landesvorsitzender CDL Sachsen) stellt in einem Rundschreiben fest: „Die Ampel will das Werbeverbot aufheben, die Linke will Abtreibung gänzlich legalisieren und auch den §218 streichen sowie Verhütungsmittel generell kostenlos zur Verfügung stellen.“ Er sieht eine Ursache für die hohen Abtreibungszahlen in der Sexualerziehung: „Man darf davon ausgehen, dass in den 96 % das Kind unerwartet, ungeplant und daher unerwünscht war. Trotz einer Lebenssituation, in die ein (weiteres) Kind als nicht hineinpassend empfunden wird, wird Sexualität praktiziert. Offenbar wird in der Gesellschaft die Möglichkeit / das „Risiko“ einer Schwangerschaft als minimal / nicht vorhanden angesehen, obwohl dem nicht so ist. Das muss Ursachen haben in der Sexualerziehung.“

    Daniel Kästner fragt auch im Hinblick auf die Sterbehilfe, die am 24.6. debattiert werden soll:

    „Was macht es mit uns und der gesamten Gesellschaft, wenn wir es weiter oder gar vermehrt zulassen, das die Schwächsten, die Ungeplanten und die nicht mehr Konsumfähigen, nach Pflichtberatung und Bedenkfrist der willkürlichen Tötung preisgegeben werden?“

  • Die Gleichberechtigung von Frau und Mann ist in unserer Gesellschaft selbstverständlich und ergibt sich nicht zuletzt aus dem christlichen Menschenbild. Johannes Paul II: „Indem Gott den Menschen „als Mann und Frau“ erschuf (Gen 1,27), schenkte er dem Mann und der Frau in gleicher Weise personale Würde und gab ihnen jene unveräußerlichen Rechte und Verantwortlichkeiten, die der menschlichen Person zukommen.“ (FC 22).

    Dennoch wird zurecht beklagt, dass es in Führungspositionen weniger Frauen gibt als Männer. Immer wieder wird der Ruf nach einer Quote auf verschiedenen Gebieten laut. Jetzt schlägt auch der CDU-Generalsekretär Mario Czaja für die CDU vor, Parität also eine Gleichheit bei der Besetzung von Mandaten und Vorstandsitzen durch eine verbindliche Quote zu erreichen. Wir denken, das ist der falsche Weg:

    ·         Eine Quote kann nur das Symptom bekämpfen, aber nicht die Ursachen. Warum bewerben sich im Durchschnitt weniger Frauen als Männer um Mandate und um Mitarbeit in den Vorständen? Werden Frauen bei Wahlen wirklich benachteiligt? Oder spiegelt sich hier eine unterschiedliche Interessenlage wider, wie bei der Berufswahl? Bei der Beantwortung dieser Fragen wäre zuerst anzusetzen.

    ·         Eine Quote ist undemokratisch, da damit die freie Wahlentscheidung begrenzt wird.

    ·         Nach Einführung einer verbindlichen Quote stünden Frauen in Führungspositionen noch mehr als jetzt (Quorum) unter dem Verdacht, nur aufgrund der Quote in diese Position gelangt zu sein und nicht aufgrund eigener Leistung und Qualitäten. Wird das der Würde der Frauen gerecht? Traut man Frauen nicht zu, aufgrund eigener Befähigung Führungspositionen zu erreichen?

    ·         Wenn an der Mitgliederbasis die Männer in der Mehrheit sind, müsste auch hier angesetzt werden. Wie kann man die Mitarbeit in der CDU für Frauen attraktiver machen? Wäre es z.B. nicht überlegenswert, die Aufnahme neuer männlicher Mitglieder davon abhängig zu machen, dass in jeweiligen Verband eine Parität bei den Mitgliedern besteht?

    ·         Welche anderen Quoten könnten einer Frauenquote folgen?

    Eine Quote ist undemokratisch. Die Einführung einer Quote huldigt dem Zeitgeist. Die wahren Ursachen unterschiedlicher Repräsentation von Frauen und Männern bei Mandaten und Vorstandssitzen bleiben weiter ungeklärt und wirken weiter.