Aktuelles

  • „Die Politik der Ampelregierung geht dramatisch in die falsche Richtung. Während man ideologiegetrieben ständig behauptet, es gäbe zu wenige Möglichkeiten Abtreibungen vornehmen zu lassen, sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Im Jahre 2022 stieg die Zahl der Abtreibungen um 9,9% im Vergleich zum Vorjahr auf über 104 000 mit steigender Tendenz im Jahre 2023.

    Heute veröffentlichte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung eine weitere erschreckende Entwicklung.
    Die Geburtenrate in Deutschland fiel von 1,57 Kindern pro Jahr in 2021 auf rund 1,36 Ende 2023 und damit auf ein Niveau, das so niedrig ist wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

    Schon 2022 gingen mit 738.819 Geburten die Zahlen zum Vorjahr um 7,1% zurück, doch wurden bis November 2023 nur 631.000 Kinder geboren, was 7,5% weniger sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
    Dazu kommt, dass der Deutsche Hebammenverband Alarm schlägt. Gab es 1991 noch 1186 Kliniken, in denen Geburten möglich waren, waren es im Jahre 2018 nur noch 655. Seit 2015 sind allein 116 Einrichtungen geschlossen worden, oder stehen kurz vor der Schließung. Schwangere Frauen müssen vor der Niederkunft immer weitere Wege zurücklegen. Das stellt eine Gefährdung für Mutter und Kind dar.

    Statt über angeblich fehlende Abtreibungseinrichtungen zu klagen, sollte die Regierungskoalition in Berlin sich über diese beängstigenden Entwicklungen Gedanken machen.

    Die CDL fordert deshalb unsere Bundesregierung auf, endlich die ideologischen Scheuklappen niederzulegen, die Realität wahrzunehmen und eine vernünftige, lebensbejahende und familienfreundliche Politik zu gestalten. In Zeiten von Fachkräftemangel und einer immer älter werdenden Bevölkerung bekommt der Begriff Nachhaltigkeit, den die Ampel so gerne gebraucht, eine ganz andere Bedeutung. Die Zukunft sichern kann man nur, wenn man Eltern ein Leben mit Kindern ermöglicht und sie in allen Bereichen unterstützt und fördert.“

    Christdemokraten für das Leben e.V.

  • Mit Sorge haben wir den Kabinettsbeschluss zur Einschränkung des Versammlungsrechtes vor Arztpraxen und Beratungsstellen zur Kenntnis genommen. Die als „Gehsteigbelästigung“ bezeichneten Aktionen des stillen Betens und der Angebote von Beratung und Hilfe durch Menschen, die das Leid einer vorgeburtliche Kindstötung sehen, müssen erlaubt bleiben.

    Nach Abschaffung des Werbeverbotes für Abtreibungen ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg zur völligen Aufhebung des Schutzes des ungeborenen Lebens.

    Dieser Kabinettsbeschluss richtet sich nicht nur gegen das wichtigste Grundrecht, das Recht auf Leben (das Unrecht der vorgeburtlichen Kindstötung soll nicht im öffentlichen Raum benannt werden dürfen) sondern auch die demokratischen Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Es darf nicht hingenommen werden, dass die Regierung Meinungen, die Ihrer Ideologie nicht entsprechen, aus der Öffentlichkeit verbannen will. Das erinnert im Ansatz an die Situation, die wir in Sachsen vor 35 Jahren hatten. Demokratie und Meinungsfreiheit heißt eben auch, dass man Meinungen ertragen muss, die man nicht teilt!

  • „Immer wieder trifft es uns, daß Gott, damit wir ihn lieben können, damit wir wagen, ihn zu lieben, sich zu einem Kind macht, sich vertrauend als Kind in unsere Hände gibt. Er sagt gleichsam: Ich weiß, daß mein Glanz dich erschreckt. Daß du dich gegen meine Größe zu behaupten versuchst. Nun, so komme ich als Kind zu dir, damit du mich annehmen, mich lieben kannst.“

    Aus seiner Weihnachtspredigt von Benedikt XVI.

  • Wozu jedes Jahr diese Demonstration könnte man fragen, wozu dieser Aufwand, z.B. der massive Polizeieinsatz? Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder gab in ihrer Begrüßung eine Antwort auf diese Fragen: „Wir leben gesellschaftlich schwierigen Zeiten. die Abtreibungszahlen sind seit 2022 massiv gestiegen und steigen weiter. Und niemand interessiert es in der Politik. … Das ist ein Alarmzeichen für die Situation der Frauen.“

    Es geht darum ein Zeichen zu setzen und den ungenügenden Schutz menschlichen Lebens am Anfang und am Ende an das Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Bischof Voderholzer in einem Interview: „Lebensschutz heißt, die Würde der der menschlichen Person in all ihren Phasen unabhängig von ihrer ökonomischen, ästhetischen oder sonstigen Qualifizierung hochzuhalten. Es ist nicht nur mein persönliches Recht, sondern auch die Pflicht als Christ hier meine Position öffentlich darzustellen.“

    In manchen Ländern ist der Lebensschutz bereit noch weiter ausgehöhlt als in Deutschland. Arthur Alderliesten von „Schreeuw om Leven“ (Schrei nach Leben), erklärte, dass der in den Niederlanden einen gesetzlich festgeschriebenen Schutz ungeborener Kinder praktisch keine Rolle spielt. Da die vorgeburtliche Kindstötungen bis zu 24. Schwangerschaftswoche erlaubt sind, kommen auch aus dem Ausland Frauen in die Niederlande. Er betonte die Bedeutung einer Vernetzung europäischen Pro Life Bewegungen.

    Alex Schadenberg (hier mit der Vorsitzenden von Alfa e.V. Cornelia Kaminski) aus Kanada wies darauf hin, dass sich nur die wenigsten Menschen wegen unerträglicher Schmerzen für Sterbehilfe entscheiden, sondern Einsamkeit, Armut und Hoffnungslosigkeit ebenfalls diesen Wunsch auslösen. Am Beispiel eines jungen Obdachlosen der Schadenbergs Hotline kontaktierte, konnte er zeigen, dass der Wunsch zu sterben, nicht mehr existiert, wenn geholfen wird, die Probleme zu lösen.

    Dank des umsichtigen Einsatzes der Polizei konnte der kurze Marsch durch Berlin ohne Blockaden stattfinden. Lärmende Gegendemonstranten und Störversuche der Kundgebung zeigen, dass diese Veranstaltung ernst genommen wird.

    Den Schlusssegen erteilten nach einer kurzen Fürbittandacht Erzbischof Dr. Heiner Koch gemeinsam mit Pastor Albrecht Weißbach.

     Unter den Teilnehmern waren auch Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Josef Graf (Regensburg), Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) und Weihbischof Matthias Heinrich (Berlin). Die deutsche Bischofskonferenz unterstützt den Marsch für das Leben.

    Umso unverständlicher ist, dass katholische Jugendverbände zum Boykott der Märsche aufgerufen haben, weil sich auch Rechtsextremisten an diesen beteiligen würden. Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch hat zurecht darauf hingewiesen, dass „Wenn ich nur zu Demonstrationen gehen wollte, bei denen alle anderen Teilnehmenden zu einhundert Prozent meine Überzeugungen teilen, müsste ich zu Hause bleiben. Ich möchte mir aber nicht die Chance nehmen lassen, auch im Rahmen einer Demonstration öffentlich für das menschliche Leben einzutreten.“.

    Komischerweise hat noch niemand Klimademonstrationen kritisiert weil dort auch Linksextremisten teilnehmen.

    Grußworte sind hier zu finden:

    Kundgebung auf EWTN:

    Bericht auf CNA:

  • Stasigefängnis Bautzen II

    Die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen 1945 bildete die Grundlage der deutschen Teilung. Diese wurde am 7. Oktober 1949 mit der Gründung der DDR besiegelt. Die sowjetische Besatzungszone wurde Teil des Ostblocks also dem sowjetischen Imperium unterworfen. Einer nationalsozialistischen Diktatur folgte die sozialistische.

    Vor 70 Jahren, in den Tagen um den 17. Juni 1953 kam es in der damaligen DDR zu einer Welle von Streiks, Massen-Demonstrationen und politischen Protesten gegen Willkür und Diktatur. In allen Regionen wurden Forderungen, wie der Rücktritt der Regierung, freie Wahlen und Freilassung aller politischen Gefangenen gestellt. Die sowjetische Besatzungsmacht beendete den Volksaufstand gewaltsam unter Beteiligung von Polizeikräften des DDR-Regimes.

    Etwa 55 Menschen wurden dabei von den Sicherheitsorganen der DDR oder von sowjetischen Soldaten getötet. Mehr als 15.000 Bürger wurden inhaftiert. Die DDR-Justiz verurteilte viele zum Tode oder sie mussten mehrjährige Haftstrafen erleiden.

    Am 17. Juni 1953 haben alle Menschen nicht nur in Deutschland erfahren, welchen Weg der sogenannte reale Sozialismus aus der Sowjetunion gehen wird, um seine unmenschlichen Ziele auf der Welt zu erreichen. Wir dürfen dieses Ereignis nicht vergessen.

    Die Herrschaft der sowjetischen Ideologen hat Johannes Paul II. in „Centesimus Annus“ auf den Punkt gebracht:

    „Wenn Menschen meinen, sie verfügten über das Geheimnis einer vollkommenen Gesellschaftsordnung, die das Böse unmöglich macht, dann glauben sie auch, dass sie für deren Verwirklichung jedes Mittel, auch Gewalt und Lüge, einsetzen dürfen.“

    Leider erleben wir auch heute, dass es solche Menschen gibt. Wenn es gegen „Rechts“ oder gegen die „Klimakrise“ geht, meinen manche Menschen, das Recht in die eigenen Hände nehmen und Straftaten begehen zu dürfen. Natürlich nur mit dem Ziel, eine vermeintlich bessere Welt zu schaffen.

    Wir haben bei Personen in Kirche und Partei nachgefragt, welche Bedeutung der 17. Juni aus ihrer Sicht hat, und mal kürzere oder auch längere Antworten erhalten. Hier einige Auszüge daraus (alphabetische Reihenfolge):

    „Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss stets verteidigt werden.“ Mario Czaja MdB

    „The East German uprising of 17 June 1953 is therefore a defining moment in our common Central European memory.” Kristóf Dallman, Universität Pécs

    „Dieser Tag mahnt uns zum Einsatz für eine freie Gesellschaft und eine offene Demokratie.“ Alexander Dierks MdL

    „Er bleibt für mich ein Gedenktag, denn er mahnt uns, in hoher Verantwortung mit den wertvollen Gütern Einheit, Freiheit und Gerechtigkeit umzugehen.“ Diakon Dr. Daniel Frank

    „Trotz Scheitern des Volksaufstandes war es nicht umsonst, sondern er legte die Saat für die friedliche Revolution 1989.“ Dr. Peter Jahr MdEP

    „Wachsam bleiben und sich wehren, meinten immer meine Eltern zu mir – gerade in dieser jetzigen wiederum ideologisch geprägten Ampelregierungszeit – meine ich.“ Mathias Kretschmer  KA Sachsen

    „Menschen kann man unterdrücken, ihren Wunsch und Willen, frei zu sein und demokratisch zu leben nicht.“ Michael Kretschmer MdL, Ministerpräsident und Vorsitzender der CDU Sachsen

    „Das Privileg unserer freiheitlichen Demokratie sollte uns anspornen, dem 17. Juni 1953 in der gesamten Bundesrepublik mehr Geltung zu verschaffen.“ Susan Leithoff MdL

    „Der Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 war das erste revolutionäre Aufbegehren gegen die kommunistische Diktatur, den der Ungarnaufstand 1956, der Prager Frühling 1968 und die Solidarność 1980 folgten.“ Dr. Matthias Rößler MdL

    „Die Opfer an Toten und Inhaftierten, welche die gewaltsame Zerschlagung des damaligen Volksaufstandes in der DDR gefordert hatte, ließen mich als Heranwachsenden erschauern.“ Bischof Heinrich Timmerevers

    „Die damals in der DDR aktiven Menschen, welche gegen die Herrschaft der Kommunisten auf die Straße gingen, waren mutige Menschen, die schon sehr früh den Versuch unternahmen, auch in Ostdeutschland Demokratie und Freiheit durchzusetzen.“ Jörg Woidniok Kreisrat

  • Ines Saborowski, MdL, 1. Vizepräsidentin Sächsischer Landtag:

    „Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der ehemaligen DDR – ein Aufbegehren für freie Wahlen, Freiheit und die Wiedervereinigung Deutschlands – ist neben der friedlichen Revolution eines der prägendsten Ereignisse unserer jüngeren Geschichte.

    Der 17. Juni sollte uns immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind.

    Viele Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben oder wurden inhaftiert, weil sie mutig und selbstlos für eine bessere, freiere Gesellschaft eintraten.

    Dieser Tag steht für den unbeugsamen Willen des Volkes nach Freiheit. Der 17. Juni ist Mahnung und Ermutigung zugleich: Er erinnert uns daran, dass es unsere Aufgabe ist, unsere demokratische Gesellschaft zu schützen, zu gestalten und zu stärken – und niemals zu vergessen, dass Ost- und Westdeutschland untrennbar zusammengehören.“

    Phillip Amthor MdB, Mitglied des Bundesvorstandes / Mitgliederbeauftragter der CDU Deutschlands:

    „Der 17. Juni 1953 ist ein Schicksalstag für die Geschichte der Freiheit in Deutschland. Rund eine Million mutige Bürgerinnen und Bürger erhoben sich an diesem Tag gegen das unterdrückerische SED-Regime und forderten Freiheit, Demokratie und die nationale Einheit Deutschlands. Ihr Protest wurde brutal niedergeschlagen, doch ihre Opfer waren nicht vergeblich: Als erste Helden der Einheiten trug ihr Mut maßgeblich zur Verwirklichung der Freiheit im Jahr 1989 bei. Bis heute – in einer Zeit, in der unsere Werte von Freiheit und Demokratie erneut unter Druck stehen – erinnert uns das historische Datum des 17. Juni 1953 daran, dass unsere Freiheit mutig und wehrhaft verteidigt werden muss. Als Mahnung und in Wertschätzung müssen und werden wir deshalb den mutigen Helden des 17. Juni 1953 allzeit ein würdiges Andenken bewahren. Ihr Mut inspiriert uns bis heute zu einem couragierten Eintreten für Freiheit und Gerechtigkeit“

    Christina Stumpp MdB stellvertretenden Generalsekretärin der CDU

    „Der Volksaufstand vom 17. Juni gehört zu den bedeutendsten, bedrückendsten und blutigsten Ereignissen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. „Wir wollen freie Menschen sein“ – so lautete die Parole der Bauarbeiter auf der Stalinallee und anderswo in Ost-Berlin. Diesem Freiheitsruf folgten mehr als eine Million mutige Menschen überall in der DDR.

    Wir Christdemokraten halten die Erinnerung an den 17. Juni wach, so wie wir sie zu allen Zeiten wachgehalten haben. Erinnerung ist mehr als bloße Gedenken des Vergangenen. Ihr eingeschrieben ist die Verantwortung für unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Für Christdemokraten heißt: Wo immer die Freiheit unterdrückt wird, wo immer Menschen die Unfreiheit droht, stehen wir in der Verantwortung und leisten unseren Beitrag. Überall.“

    Mario Czaja, MdB, 2023 Generalsekretär der CDU Deutschland

    „Am 17. Juni 1953 haben sich mutige Menschen in der DDR im Namen der Freiheit erhoben. Rund eine Million Menschen beteiligten sich an den Protesten gegen das SED-Regime.

    Wir Christdemokraten werden diese mutigen Menschen und die großen Opfer, die sie erbrachten, nie vergessen. Uns mahnt dieses historische Datum jedes Jahr aufs Neue.

    Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss stets verteidigt werden.“

    Kristóf Dallman, Historiker, externer Dozent am Institut für Politikwissenschaft der Katholischen Péter-Universität Pázmány, Doktorand an der Universität Pécs

    „The significance of 17 June 1953 for Central Europe

    One of the biggest victims of the post-World War II superpower settlement were the states of the Carpathian Basin and the surrounding territories, since in the years following the end of the war, the Moscow-led state socialist authoritarian system was established and stabilised for decades in the countries occupied and controlled by the Soviet Red Army as part of the Allied Control Committee. Germany, after the period of Allied occupation zones established in 1945, split into two parts in 1949: in response to the formation of the Federal Republic of Germany, which was on the path to development in Western Europe, the Soviet-occupied eastern part of the country – including the eastern half of the historic capital Berlin – was divided into the Democratic Republic of Germany, also under socialist party-state leadership.

    In the period of a bipolar world and Cold War confrontation, the terrorist instruments of Stalinist paranoia, the trials of the conspiracy, the terrorizing of society, were perpetuated in the countries of the Eastern Bloc in the first half of the 1950s. The brief power vacuum following the death of the „Generalissimo“ on 5 March 1953 and the accession to power of Nikita Khrushchev brought about a certain reversal in the policies of both the Soviet Union and the countries of the Eastern Bloc, but national sovereignty was not achieved in either country. On 17 June 1953, the first of the countries under the control of the Red Army, a broad-based popular uprising broke out in East Berlin in the GDR. The uprising, which was quickly crushed to bloodshed by the Soviet Red Army and the GDR’s internal security forces, was sparked off by the ordering of East German party leaders to Moscow and a change of direction. The party leadership, under the names of Walter Ulbricht and Otto Grotewohl, introduced a post-World War II policy of forced industrialisation, disproportionate military build-up and a planned economic policy similar to that of the other Eastern Bloc countries, which led to an ever deeper social and economic crisis as well as persecution of civil life and churches.

    The events in East Germany in June 1953 also contributed to the party leadership in Moscow resigning Mátyás Rákosi, the Hungarian party secretary-general in Stalin’s former circle of trust, from his post as prime minister and replacing him with Imre Nagy in order to ease the public mood. The East German uprising of 17 June set a precedent in the countries of the Eastern Bloc: a workers‘ uprising in Poznań on 28-30 June 1956, followed by a revolution and struggle for freedom in Hungary between 23 October and 4 November. For Hungary, the autumn of 1956 is still a symbol of hope, unity and freedom. In the period 1945-1990, events in East Berlin, Poland, Hungary and then Czechoslovakia gave strength to nations in the face of Soviet-style oppression. The East German uprising of 17 June 1953 is therefore a defining moment in our common Central European memory. This collective experience of 1953, 1956, and 1968 can be the basis for mutual understanding between the nations of Central Europe.

    Übersetzung:

    Die Bedeutung des 17. Juni 1953 für Mitteleuropa

    Die größten Opfer der nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten getroffenen Festlegungen waren die Staaten des Karpatenbeckens und der umliegenden Gebiete. In den Jahren nach dem Kriegsende wurde in den im Rahmen des Alliierten Kontrollkomitees von der sowjetischen Roten Armee besetzten und kontrollierten Ländern von Moskau das staatssozialistische autoritäre System etabliert und für Jahrzehnte stabilisiert. Nach der Besatzungszeit ab dem Jahr 1945 spaltete sich Deutschland 1949 in zwei Teile. Als Reaktion auf die Bildung der Bundesrepublik Deutschland, die sich auf dem Weg der Entwicklung zu Westeuropa hin befand, wurde die Demokratische Republik Deutschland aus dem sowjetisch besetzten Ostteil– einschließlich der östlichen Hälfte der historischen Hauptstadt Berlin gebildet – ebenfalls unter Führung der sozialistischen Staatspartei.

    In der Epoche der bipolaren Welt und der Konfrontation im Kalten Krieg wurden in den Ländern des Ostblocks in der ersten Hälfte der 1950er Jahre die Instrumente der stalinistischen Paranoia, die Verschwörungsprozesse und die Terrorisierung der Gesellschaft fortgeführt. Das kurze Machtvakuum nach dem Tod des „Generalissimus“ am 5. März 1953 und der Machtübernahme von Nikita Chruschtschow führte zu einer gewissen Kehrtwende in der Politik sowohl der Sowjetunion als auch der Länder des Ostblocks. Die nationale Souveränität wurde jedoch keinen der Länder gewährt. Am 17. Juni 1953 in der DDR, dem ersten Land, das unter der Kontrolle der Roten Armee stand, brach in Ost-Berlin, ein breit angelegter Volksaufstand aus. Der Aufstand wurde von der sowjetischen Roten Armee und den Sicherheitskräften der DDR schnell blutig niedergeschlagen. Er initiierte durch die Entsendung ostdeutscher Parteiführer nach Moskau einen Richtungswechsel. Die Parteiführung unter Walter Ulbricht und Otto Grotewohl führte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Politik der forcierten Industrialisierung, der unverhältnismäßigen militärischen Aufrüstung und einer planmäßigen Wirtschaftspolitik ähnlich der der anderen Ostblockländer ein, die zu einer immer tieferen soziale und wirtschaftliche Krise sowie zur Verfolgung des Zivillebens und der Kirchen führte.

    Die Ereignisse in Ostdeutschland im Juni 1953 trugen auch dazu bei, dass die Parteiführung in Moskau Mátyás Rákosi, den ungarischen Generalsekretär der Partei, einem Vertrauten Stalins, von seinem Posten als Ministerpräsident entfernte und ihn durch Imre Nagy ersetzte, um die öffentliche Stimmung zu besänftigen. Der ostdeutsche Aufstand vom 17. Juni stellte einen Präzedenzfall für die Länder des Ostblocks dar: am 28. und 30. Juni 1956 kam es in Posen zu einem Arbeiteraufstand, dem zwischen dem 23. Oktober und dem 4. November eine Revolution und ein Freiheitskampf in Ungarn folgten. Für Ungarn ist der Herbst 1956 noch immer ein Symbol der Hoffnung, Einheit und Freiheit. In der Zeit von 1945 bis 1990 gaben die Ereignisse in Ostberlin, Polen, Ungarn und dann in der Tschechoslowakei den Nationen angesichts der sowjetischen Unterdrückung Kraft. Der ostdeutsche Aufstand vom 17. Juni 1953 ist daher ein prägender Moment in unserem gemeinsamen mitteleuropäischen Gedächtnis. Diese kollektive Erfahrung von 1953, 1956 und 1968 kann die Grundlage für das gegenseitige Verständnis zwischen den Nationen Mitteleuropas sein.

    Alexander Dierks, Generalsekretär der CDU Sachsen

    „Am 17. Juni gedenken wir den mutigen Menschen, die für ihre Überzeugung und ihren Wunsch nach Demokratie und freien Wahlen ihr Leben riskierten. Dieser Tag mahnt uns zum Einsatz für eine freie Gesellschaft und eine offene Demokratie. Sie ist kein Geschenk, sondern erfordert Engagement und Einsatz. Gleichzeitig erinnert uns dieser Tag daran, dass gute Politik nicht an den Menschen vorbei funktionieren kann, sondern immer nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

    Ordinariatsrat Diakon Dr. Daniel Frank, Leiter des Kommissariats der Katholischen Bischöfe im Freistaat Sachsen:

    „Kaum ein Datum wie das des 17. Juni 1953 stellt mir schmerzlich vor Augen, dass ich – als jemand, der in der DDR geboren wurde und aufgewachsen ist – in zwei Welten und „Wirklichkeiten“ leben musste: Die eine Schein-Wirklichkeit wurde durch das Schulsystem der DDR indoktriniert, wonach der 17. Juni 1953 der sog. „Tag X“ war, an dem klassenfeindliche Kräfte einen Putsch versuchten. Die andere, die wahrhaftige Wirklichkeit bezeugte mir mein Vater: Menschen lehnten sich auf in der Sehnsucht nach Einheit, Freiheit und Gerechtigkeit.

    Es war damals mutig von meinem Vater, mir als Kind das alles zu erklären und mir darin zu vertrauen, dass ich auch die Tragweite all dessen verstand. Der 17. Juni war in unserer Familie so etwas wie ein geheimer Gedenktag: Mein Vater pflegte zu sagen „Ich glaube fest daran, dass ich die Einheit Deutschlands noch erleben werde.“ Woran er glaubte und was in meiner Jugend niemand offen aussprechen durfte, das nahm im Herbst 1989 seinen hoffnungsvollen Lauf – die Mauer, die ein Volk zerteilte, wurde eingerissen und ein Volk begann wieder zusammenzuwachsen. Und so wurde für mich aus dem 17. Juni 1953 – obwohl ich diesen selbst nie erlebt habe – ein Tag, dessen tiefe Sehnsucht sich nach einer „Wüstenwanderung“ von fast 40 Jahren erfüllt hat. Er bleibt für mich ein Gedenktag, denn er mahnt uns, in hoher Verantwortung mit den wertvollen Gütern Einheit, Freiheit und Gerechtigkeit umzugehen. Diese Verantwortung ist uns in die Hände gelegt. Bewahren wir das, was viele unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Freiheit damals für uns zu erringen suchten, in Würde!“

    Dr. Peter Jahr MdEP

    „Vor 70 Jahren fand am 17. Juni 1953 der Volksaufstand in der DDR statt. Es war der letzte Versuch der Menschen vor dem Mauerbau, Ostdeutschland zu demokratisieren. Trotz Scheitern des Volksaufstandes war es nicht umsonst, sondern er legte die Saat für die friedliche Revolution 1989. Gerade wir, die Generation, welche die friedliche Revolution miterleben durfte, sollten mit Respekt und Bewunderung auf die Menschen schauen, die am 17. Juni 1953 auf die Straßen gingen und für Demokratie kämpften.“

    Mathias Kretschmer, Vorsitzender des Katholischen Arbeitskreises in der CDU Sachsen

    „An diesen Tagen wurde den Menschen die Veränderungen wollten, die mit der Weltgemeinschaft und in Frieden leben wollten, jegliches Lebensziel, Entfaltung und vor allem jegliche Freiheit genommen. Leben und Tod wurde von nun an sowjetisch geplant und unterwürfig sowie rücksichtslos gesteuert. Wir sollten seelisch gebrochen werden von aggressiven ideologisch gesteuerten Menschen die nun die sozialistische Demokratie = Diktatur des Proletariats stetig ausbauten. So wurde es mir immer wieder in Gesprächen erzählt. Ab 1968 durfte ich es ja dann selbst erleben. Wachsam bleiben und sich wehren, meinten immer meine Eltern zu mir – gerade in dieser jetzigen wiederum ideologisch geprägten Ampelregierungszeit – meine ich.“

    Michael Kretschmer MdL, Ministerpräsident und Vorsitzender der CDU Sachsen

    „Der 17. Juni 1953 sendet eine Botschaft der Hoffnung. Menschen kann man unterdrücken, ihren Wunsch und Willen, frei zu sein und demokratisch zu leben nicht. Der Volksaufstand wurde brutal unterdrückt. Aber am Ende siegte die Sehnsucht nach Freiheit. Wir gedenken an diesem Tag aller, die vom SED-Regime getötet und ihrer Freiheit beraubt wurden. Sie inspirieren uns, alltäglich Freiheit zu gestalten und demokratisch zu leben.“

    Susan Leithoff MdL, Vorsitzende des CDU Kreisverbandes Mittelsachsen

    „Das Leben nach eigenem Gutdünken führen zu können und dabei durch für alle gleichermaßen geltende Regeln geschützt zu sein, ist ein außerordentliches Privileg. Welch hoher Wert die Freiheit in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist, führt uns die Opferbereitschaft die die Menschen in der DDR 1989/90, aber gerade auch 1953 auf sich genommen haben eindrucksvoll vor Augen. Dass sich 1989/90 vergleichsweise friedlich erfüllte, was den Aufständischen des 17. Juni 1953 mit brutaler Gewalt verwehrt wurde, ist ebenfalls nicht selbstverständlich.

    Unsere Demokratie ist kein unumstrittener Endzustand. Das ist uns viel zu selten und scheinbar immer weniger bewusst. Gerade heute wird sie in unterschiedlichster Form von rechts und von links bedroht. Sie wird bedroht durch bewaffnete Reichsbürger. Sie wird beschädigt durch das Verklären von Unrechtsregimen – von dem der DDR bis zu demjenigen Wladimir Putins. Sie wird aber auch belastet von kompromisslosen, nicht selten ideologisch getriebenen Verbotsambitionen politischer Entscheider. Insofern ist ein waches Erinnern an die mutigen Freiheitskämpfer vom 17. Juni wichtig – an deren Wünsche und Ziele, aber auch an deren Schicksal. Angesichts des Rückzuges vieler Menschen weg vom mitgestaltenden Bürger hin in ein mehr oder weniger politisch-gesellschaftlich teilnahmsloses Privatleben ist es sogar wichtiger als es derzeit gelebt wird. Das Privileg unserer freiheitlichen Demokratie sollte uns anspornen, dem 17. Juni 1953 in der gesamten Bundesrepublik mehr Geltung zu verschaffen.“

    Eheleute Dr. Markus Reichel MdB und Agata Reichel-Tomczak / Dresden

    „Der 17.Juni erinnert uns jedes Jahr, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind. Wieviel persönlichen Einsatzes ist uns unsere Demokratie jedoch wert? Genau vor 70 Jahren haben viele Menschen beschlossen, im schlimmsten Fall ihr Leben zu opfern, ihre Familien in Trauer zu hinterlassen- um mit dem Regime und um die Freiheit zu kämpfen.
    Es ist heute unsere Aufgabe, unsere Demokratie zu schützen, Dialog und Konsens zu suchen, einander zuzuhören und im Alltag einfach anständig zu sein.“

    Dr. Matthias Rößler MdL, Präsident des sächsischen Landtages

    „Der Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 war das erste revolutionäre Aufbegehren gegen die kommunistische Diktatur, den der Ungarnaufstand 1956, der Prager Frühling 1968 und die Solidarność 1980 folgten. Mit der erfolgreichen Freiheitsrevolution 1989 schrieben die Ostdeutschen und andere Mitteleuropäer Weltgeschichte und überwanden die Spaltung Deutschlands und Europas.“

    Heinrich Timmerevers Bischof von Dresden-Meißen

    „Die Ereignisse des 17. Juni 1953 scheinen mit einem zeitlichen Abstand von sieben Jahrzehnten weit in der Vergangenheit und auch vom Ort meiner Herkunft in einiger Ferne zu liegen. Und dennoch geht mir dieser Tag sehr nah: In meiner Erinnerung war der 17. Juni bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 zunächst als „Tag der deutschen Einheit“ der tiefe Ausdruck des Wunsches, dass ein zerrissenes Land, eine in sich getrennte Nation wieder Eins werden möge. Die Opfer an Toten und Inhaftierten, welche die gewaltsame Zerschlagung des damaligen Volksaufstandes in der DDR gefordert hatte, ließen mich als Heranwachsenden erschauern. Seit der deutschen Wiedervereinigung hat diese Sicht auf den 17. Juni wichtige Perspektiven hinzugewonnen: Zum einen den Blick der Dankbarkeit dafür, dass die Friedliche Revolution im Herbst 1989 anders ausgegangen ist als der Aufstand von 1953 und damit den Menschen in Deutschland ein neuer Ausgangspunkt geschenkt wurde. Zum anderen ist es der Blick der Bewunderung und Wertschätzung für die Menschen, die in der damaligen DDR aufgewachsen sind und trotz des Wissens um die Ereignisse des 17. Juni 1953 den Mut und die Kraft fanden, im Herbst 1989 mit Kerzen und Gebeten auf die Straße zu gehen. Vor allem in den letzten sechs Jahre, seit ich nun als Bischof von Dresden-Meißen wirken darf, haben in mir diese Bewunderung und Hochachtung eine neue Dimension erfahren – durch viele Begegnungen mit Menschen, die hier an den Orten leben, von denen aus die Friedliche Revolution ihren Anfang nahm.“

    Jörg Woidniok Vorsitzender CDU/RBV Fraktion Kreistag Mittelsachsen

    „Die Erinnerung an den 17. Juni wurde in unserer Familie durch meinen Vater immer wachgehalten. Für mich als in geistiger Opposition zum DDR-Regime stehenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen war der Tag immer verknüpft mit den „Aktionen“ gegen die kommunistische Herrschaft in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei. Dadurch war klar, dass auch in den anderen Ländern des Ostblocks die Menschen mit der ihr aufgezwungenen Herrschaft nicht einverstanden waren. Die damals in der DDR aktiven Menschen, welche gegen die Herrschaft der Kommunisten auf die Straße gingen, waren mutige Menschen, die schon sehr früh den Versuch unternahmen, auch in Ostdeutschland Demokratie und Freiheit durchzusetzen. Das Gedenken an sie solltet auch 70 Jahre später wachgehalten werden und es sollte viel intensiver an diejenigen erinnert werden, welche damals unfassbaren Mut aufbrachten und sich für eine freiheitliche Gesellschaft einsetzten.“

  • Auf der Mitgliederversammlung des Katholischen Arbeitskreises in der Sächsischen Union am 20. Mai 2023 in Nossen wurde der bisherige Vorstand bestätigt.

    Der alte und neue Vorstand des Katholischen Arbeitskreises in der CDU Sachsen (v.l.n.r.) Dr. Holger Rautschek – stellvertretender Vorsitzender und Pressesprecher, Florian Wiehring – Beisitzer, Mathias Kretschmer – Vorsitzender, Roland Ermer – Beisitzer. Nicht im Bild Nourdin Kamlah – Beisitzer

    In seinem kurzen Rück- und Ausblick sagte Mathias Kretschmer u.A.:

    „Wir mahnen und bewahren – fordern aber auch auf für die Zukunft der CDU, das starke C mitzunehmen.

    Mit dem Wissen um die Kraft aus dem stets zukunftsorientierten Blickwinkel der Katholischen Soziallehre in die CDU und in die Gesellschaft zu wirken, machen wir auf unsere Weise deutlich das es möglich ist richtungsweisend aus dem katholischen Glauben heraus Politik zu gestalten und Lösungen für die jetzigen und die Probleme der künftigen Generationen zu finden. …

    Wir sind und bleiben Teil der Union – es ist unsere politische Heimat – gerade in den Zeiten des Regierenden Doppelwumms der Ampel in Berlin – die wirklich nichts auslassen, um dem Land zu schaden – erdet uns der Glauben.“

    In diesem Sinne bleiben wir aktiv.

  • „Dass der Krieg mit der Lieferung von Panzern eskaliert und dass die deutsche Außenministerin so ganz nebenbei einer Atommacht den Krieg erklärt hat, macht mir große Sorgen. Die Sicherheit unseres Landes und die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder sind möglicherweise in Gefahr.“ befürchtet der Vorsitzende des katholischen Arbeitskreises in der CDU Sachsen Mathias Kretschmer.

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert zurecht diplomatische Bemühungen, um diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Das ist im Interesse der Menschen in der Ukraine und Russland und auch im Interesse Deutschlands. Deutsche Außenpolitik muss sich daran orientieren und sich nicht vom Gefühl der moralischen Überlegenheit über den Aggressor leiten lassen.

    Natürlich hat nach christlicher Lehre eine „Regierung das Recht auf sittlich erlaubte Verteidigung“ (Gaudium et Spes 79). Deshalb ist es wichtig und richtig der Ukraine umfassend zu helfen, den Aggressor abzuwehren. Dass Panzerlieferungen allein Menschenleben retten und Frieden schaffen, darf aber bezweifelt werden. Damit wird ein Abnutzungskrieg in die Länge gezogen, der nur Leid und Zerstörung bringt.  

    Wir Christen wissen: „Der wahre Friede aber – daran sei erinnert – ist niemals das Ergebnis eines errungenen militärischen Sieges, sondern besteht in der Überwindung der Kriegsursachen und in der echten Aussöhnung unter den Völkern.“ (Johannes Paul II). Die Unterstützung der Ukraine muss deshalb von Initiativen begleitet werden, die ein Ende des Krieges durch Verhandlungen anstreben.

    28.01.2023

  • Familienministerin Paus holt nach der Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche zum nächsten Schlag aus. 

    Schon nach Amtsantritt hat die grüne Familienministerin keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Schwangerschaftsabbrüche legalisieren und sich gegen unser Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht stellen will. Jetzt ist es amtlich. Das seit Jahrzehnten funktionierende Schutzkonzept soll weg. Ungeborene Kinder haben bei dieser Familienministerin keine Lobby. Dabei schützt unsere Verfassung auch das ungeborene Leben, das gleichfalls Träger von Grundrechten ist. Das ignoriert die Familienministerin, deren Aufgabe es eigentlich wäre, die Interessen der ungeborenen Kinder und der Frauen, die sich im Konflikt befinden, zu vertreten. Gerade deshalb gibt es die Beratungspflicht, bevor ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt wird. Es ist und bleibt die Beendigung von Leben und ist eben kein normaler medizinischer Eingriff. Wir brauchen eine Familienministerin die eine Willkommenskultur für Kinder in diesem Land fördert. Was wir nicht brauchen, sind ideologische Parolen über Selbstbestimmung, die ungeborene Kinder und deren verfassungsgemäßen Rechte völlig ausblende

    Gastbeitrag von Claudia Heber KA Thüringen 05.01.2023

  • Kindermord von Bethlehem Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

    „Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen.“

    Mutter Theresa

    Das Fest der Unschuldigen Kinder erinnert uns daran, dass in unserem angeblich so reichen Land für viele Kinder kein Platz zu sein scheint und ca. 100000 Kinder jedes Jahr in Deutschland vor der Geburt getötet werden.

    Deshalb ist es wichtig, immer wieder auf dieses Unrecht hinzuweisen. Leider wird der Unrechtscharakter der vorgeburtlichen Kindstötung immer mehr verschleiert. Die Ampelkoalition hat das Werbeverbot für Abtreibungen wie angekündigt abgeschafft. Es ist das erklärte Ziel der drei Koalitionsparteien (und auch der LINKEN) vorgeburtliche Kindstötungen nicht mehr als Straftat gegen das Leben zu bewerten und den entsprechenden § 218 aus dem Strafgesetzbuch zu entfernen. Hätte das nicht vor der Bundestagswahl von den Kirchen stärker thematisiert werden müssen?

    Seitens der C-Parteien sollte auch außerhalb der Parlamentsdebatten das Grundrecht auf Leben stärker betont werden. Auch die Kirchen sind hier sehr zurückhaltend. In der Bistumspresse wurde z.B. der Marsch für das Leben in die rechte Ecke gestellt, anstatt diese Initiative zu unterstützen.

    Wir werden uns in den Debatten z.B. zum Programm der Sächsischen Union im Sinne des Lebensschutzes einbringen. Jeder kann entsprechende Initiativen wie ALFA oder 1000+ unterstützen oder z.B. beim Marsch für das Leben mithelfen, den Wert des Lebens in allen seinen Phasen in der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Nicht zuletzt dürfen wir dieses Anliegen auch im Gebet vor unseren Herrn tragen.