Aktuelles

  • „Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben von jedem Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre führt.“ Eph 4, 14

    „Es entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Gelüste gelten lässt. Wir haben jedoch ein anderes Maß: den Sohn Gottes, den wahren Menschen. Er ist das Maß des wahren Humanismus.“ J. Card. Ratzinger 2005

    Die Positionierung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) „Zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung: Positionen und Perspektiven der kfd zu § 218 StGB“ ist ein Beispiel für den Relativismus, den Ratzinger zurecht kritisiert. Die folgenden Beispiele sollen das illustrieren

    Scheinbar vertritt diese Positionierung katholische Ansichten wie „Aus katholischer Perspektive und auch für die kfd gilt, dass Leben mit der Befruchtung der Eizelle beginnt.“ Es werden auch CIC 1398 (Tatstrafe der Exkommunikation bei Mitwirkung an einem Schwangerschaftsabbruch) und Humanae Vita (Schwangerschaftsabbruch kein Mittel zu Empfängnisregelung) erwähnt.

    Dies Positionen werden aber unter Hinweis auf das Gewissen als „verborgenste Mitte“ des Menschen laut GS 16 relativiert. Dabei wird übersehen, dass GS 16 darauf verweist, dass der Mensch sich darum mühen muss, nach dem Wahren und Guten zu suchen, damit das Gewissen durch Gewöhnung an die Sünde nicht blind wird.

    Es wird in dem Positionspapier „die männliche Dominanz in Theologie und Kirchenhierarchie“ beklagt, die zu einer „eingeschränkten Sicht auf die vielfältigen Dimensionen von Sexualität, insbesondere auch auf die weibliche Selbstbestimmung“ führe. Das sei dann als „Einschränkung persönlicher Freiheit zu spüren“ und beeinflusst die „persönliche Gewissensentscheidung“. Damit wird der Anspruch auf Wahrheit und auf Schulung des Gewissens relativiert. An andere Stelle wird betont, dass „Selbstbestimmung und Freiheit“ eine große Rolle spielen müssen.

    Der Relativismus zeigt sich auch darin, dass für das Kind im Mutterleib, der Begriff „ungeborenes Leben“ verwendet wird um „gesellschaftlich anschlussfähig“ zu sein. Die Begriffe Kind, Mensch, Person werden also bewusst vermieden. Offenbar ist den Autorinnen des kfd dabei entgangen, dass auch ein Mäuseembryo als „ungeborenes Leben“ bezeichnet werden kann.

    Die kfd beklagt, dass „in vielen Regionen der Zugang zu einer medizinisch sicheren Versorgung (gemeint ist die Möglichkeit einer vorgeburtlichen Kindstötung) eingeschränkt“ sei. Eine einfache Anfrage bei Google hätte gezeigt, dass es in Deutschland ca. 1200 Einrichtungen gibt, die vorgeburtliche Kindstötungen vornehmen, aber nur 600 Geburtsstationen in den Kliniken. Wenn, dann ist die Versorgung mit Geburtsstationen unzureichend.

    Die kfd fordert, dass bei der Beratung nicht „zwei Leben gegeneinander“ ausgespielt werden dürfen. Sieht die kfd in einer überraschenden Schwangerschaft eine Gefahr für das Leben der Frau, so dass es Leben gegen Leben abzuwägen gebe?

    Gefordert werden wertfreie Informationsmöglichkeiten. Was ist damit gemeint? Soll das Lebensrecht des Kindes damit in den Hintergrund gedrängt werden?

    Die Forderung, dass auch katholische Krankenhäuser vorgeburtliche Kindstötungen ermöglichen, zeigt wie groß die Distanz dieser kfd-Positionen zur katholischen Lehre ist.

    Dass Lebensschutz nicht mit der Geburt endet, ist trivial. Doch konkrete Vorschläge seitens der kfd sind nicht erkennbar. Es wird lediglich aus einem Papier der grünen Heinrich- Böll-Stiftung zitiert.

    Mit ein wenig Recherche hätte man entdecken können, dass Lebensschutzorganisationen wie z.B. KALEB e.V., ALFA, Stiftung Ja für das Leben oder Pro Femina neben Beratung auch Unterstützung anbieten. Anstatt diese Arbeit zu würdigen, werden „sogenannte Lebensschützer*innen“ in die rechte Ecke gestellt und z.B. als Holocaustleugner verleumdet. Auch hier ist sind die Positionen der kfd von keinerlei Sachkenntnis getrübt, so dass links-grüne Narrative kritiklos übernommen werden. Von einer christlichen Einstellung gegenüber anderen Menschen zeugt das nicht.

    Vielleicht sollten die Autorinnen der kfd mal an einem Marsch für das Leben teilnehmen, um zu sehen, dass diese Veranstaltung (im Gegensatz zu den lebensfeindlichen Gegendemonstrationen) alles andere als aggressiv ist. Mit dieser Positionierung ist die kfd anschlussfähig an grüne und linke Ideologen, aber nicht katholisch. Anstatt einen Beitrag zur Schärfung des Gewissens zu leisten, wird das Gewissen mit Relativismus eingeschläfert.

    Pressestimmen zum Thema:

    „Sicher nicht katholisch“

    „Erschütternde Zahlen“

    „Wie Blinde von der Farbe“

    Bischof Algermissen: kfd-Papier „geradezu unerträglich“

    „Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen“

    „In der Kirche gegen die Kirche arbeiten“

  • „Der 17. Juni 1953 steht für den Mut der Menschen in der DDR, sich gegen Willkürherrschaft, Unterdrückung und fehlende Freiheit zu erheben. Ihr Aufstand wurde brutal niedergeschlagen, doch ihr Einsatz für Freiheit und Würde wirkt bis heute nach.

    Er erinnert uns daran, dass Freiheit und Demokratie niemals selbstverständlich sind. Sie müssen verteidigt, gelebt und immer wieder neu erkämpft werden, gegen Gleichgültigkeit, gegen autoritäre Versuchungen und gegen jede Form politischer Willkür.

    Die Erinnerung an diesen Tag bleibt damit Auftrag und Verpflichtung, Freiheit und Demokratie entschlossen zu schützen.“

    Oliver Schenk MdEP

    Bild: Tobias Koch

    „Eine halbe Million Menschen beteiligte sich am Volksaufstand vom 17. Juni 1953. Dieser Mut für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einzutreten, bleibt für uns alle ein Vorbild und ständige Mahnung! Demokratie ist kein Selbstläufer, sondern harte Arbeit.“

    Nina Warken MdB, Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, Bundesministerin für Gesundheit

    Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, aufgenommen im Bundeskanzleramt.

    „Der 17. Juni 1953 ist kein fernes Kapitel, sondern ein Moment, der uns als Demokrat/innen bis heute Orientierung gibt. Was als Protest gegen konkrete Arbeitsnormen begann, weitete sich binnen kurzer Zeit zu einer politischen Bewegung aus. Menschen forderten offen das ein, was ihnen vorenthalten wurde und riskierten damit Leib und Leben.

    Die Reaktion des SED-Staates war unmissverständlich. Er beantwortete den Protest nicht mit Ausgleich, sondern mit Repression. Der durch die sowjetische Besatzungsmacht verhängte Ausnahmezustand und der Einsatz militärischer Gewalt zeigen, dass es keine Bereitschaft gab, Kritik zuzulassen oder Veränderung zu ermöglichen.

    Der 17. Juni veranschaulicht, wie schnell sich der Handlungsspielraum in einer Diktatur schließt. Was für ganz kurze Zeit sichtbar und sagbar wird, kann ebenso schnell wieder unterdrückt werden. Gerade darin liegt die historische Schärfe dieses Tages über das konkrete Ereignis hinaus.

    So bleibt der 17. Juni ein Prüfstein. Er erinnert daran, dass Freiheit und Demokratie nicht aus sich selbst bestehen. Sie beruhen darauf, dass Menschen sie tragen und einfordern und das auch dann, wenn es unbequem, ja gefährlich wird. Die Frauen und Männer des 17. Juni haben für ihre Sehnsucht nach Freiheit und Mitbestimmung einen hohen Preis bezahlt.

    Für uns heute heißt Erinnern nicht, historische Situationen einfach zu vergleichen. Vielmehr heißt es, wach zu bleiben für die Verletzlichkeit von Freiheit und für die Verantwortung, sie zu schützen. Der 17. Juni ist deshalb eben keine bloße Erinnerung, sondern auch ein Maßstab dafür, wie ernst wir es mit unserer Demokratie meinen.“

    Dr. Christiane Schenderlein MdB, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt

    Bild: Alexander Fuhrmann

    „Die Erinnerung an den Volksaufstand von 1953 mahnt uns, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte niemals als selbstverständlich anzusehen. Sie erfordern unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, uns für Rechtsstaatlichkeit einzusetzen und ein respektvolles Miteinander zu wahren.“

    Christian Piwarz MdL / Finanzminister Freistaat Sachsen

    „Der 17. Juni 1953 ist unser aller Schicksalstag. Für unser Land. Für unsere Geschichte. Für unser Verständnis von Freiheit.

    Was als Arbeiterprotest begann, wurde zu einem Volksaufstand. Menschen erhoben sich gegen Unrecht. Gegen Unterdrückung. Gegen ein Regime, das ihnen ihre Würde nahm. Sie wollten nichts weniger als Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung. Sie wussten um die Gefahr. Es war eine berechtigte Angst. Und doch war ihr Wunsch nach Freiheit größer. Vor diesem Mut verneige ich mich.

    Mehr als eine Million Menschen gingen auf die Straße. Friedlich. Mutig. Entschlossen. Tausende bezahlten dafür mit ihrer Freiheit. Mindestens fünfzig mit ihrem Leben. Sowjetische Standgerichte verhängten Todesurteile. Schnell. Unbarmherzig. Mindestens achtzehn Menschen wurden hingerichtet.

    Der 17. Juni mahnt. Er zeigt, was Menschen bereit sind zu riskieren, wenn ihnen die Freiheit genommen wird. Und er zeigt, wie brutal ein System reagiert, das seine Macht bedroht sieht.

    Und doch: Dieser Tag wirkte fort. Über Jahrzehnte. Bis 1989. Bis zum Fall des SED-Regimes. Der entscheidende Unterschied: 1989 rollten keine russischen Panzer mehr. Das ist die Botschaft dieses Tages: Am Ende kann Freiheit stärker sein als Waffen. Mut stärker als Angst. Menschlichkeit stärker als Gewalt.

    Der 17. Juni ist deshalb kein vergangenes Datum. Er ist Auftrag. Für uns. Heute mehr denn je. Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie lebt von uns. Von unserer Haltung. Von unserer Beteiligung. Wenn wir sie nicht wählen, wird sie gehen. Das dürfen wir nicht zulassen.“

    Gitta Connemann MdB, Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)

    „Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 war ein Wendepunkt der europäischen Geschichte: Zum ersten Mal breitete sich der Widerstand gegen die sowjetische Gewaltherrschaft wie ein Lauffeuer aus. Mehr als eine Million mutige Menschen gingen auf die Straße und forderten Freiheit und Demokratie statt Unterdrückung und Fremdbestimmung. Die blutige Niederschlagung der Streiks und Demonstrationen bleibt uns bis heute eine Mahnung, dass Recht und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten sind. Zugleich steht der 17. Juni für die Sehnsucht nach Freiheit, die selbst durch Gewalt nicht ausgelöscht werden kann. Das freie und demokratische Deutschland, das mit der Wiedervereinigung Wirklichkeit wurde, ist ein bleibendes Vermächtnis der Helden des Volksaufstands. Ihr mutiger Einsatz verpflichtet uns, die Erinnerung lebendig zu halten und unsere Demokratie für kommende Generationen zu bewahren.“

    Sarah Schweizer MdL (BW)

    Beitragsbild: Sowjetischer Panzer in Leipzig vor dem Reichsgericht Bundesarchiv, B 285 Bild-14676 / Unknown authorUnknown author / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

  • Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben Sachsen vom 26.5.2026:

    Der sächsische Landesverband der Christdemokraten für das Leben e.V., der sich in der Landespolitik für das Thema Lebensrecht einsetzt, verurteilt den erneuten Farbanschlag von Linksextremisten auf das Haus für das Leben in Chemnitz und fordert den sächsischen Innenminister Armin Schuster (CDU) zum Handeln auf. Linksextremistische Gewalt ist ein zunehmendes Problem und muss dringend eingedämmt werden, um die Demokratie zu schützen und die Handlungsfähigkeit des Rechtsstaats zu erhalten.

    Mit dem Anschlag zeigen die Linksextremisten, dass sie Artikel 1 unseres Grundgesetzes, also die Unantastbarkeit der Menschenwürde ablehnen. Zur Menschenwürde gehört das Recht auf Leben vom Zeitpunkt der Zeugung. Die Linksextremisten und Feministen leugnen beharrlich die wissenschaftliche und juristische Tatsache, dass der Mensch ab seiner Zeugung ein Mensch ist. Sie entmenschlichen den Menschen im frühen Entwicklungsstadium bewusst, um ihn guten Gewissens töten zu dürfen. Gleichzeitig rufen Sie dazu auf, den Schweigemarsch für das Leben zu stören, der am 30. Mai in Annaberg-Buchholz stattfinden wird. Damit zeigen die linksextremen Verfassungsfeinde, dass sie auch das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ablehnen.

    Es ist gut und wichtig für Sachsen, dass es Menschen gibt, die die Menschwürde von der Zeugung bis zum natürlichen Tod verteidigen und dafür mit Schweigemärschen und Beratungsangeboten einstehen.

  • Es ist unstrittig, dass unser Land grundlegende Reformen braucht. Wenn diese Reformen jedoch auf die Schwächung von Familien gerichtet sind, schwächen sie das Land, denn „Das Wohl der Person sowie der menschlichen und christlichen Gesellschaft ist zuinnerst mit einem Wohlergehen der Ehe- und Familiengemeinschaft verbunden.“ (Gaudium et Spes 47). Um das zu erreichen, empfahl das Konzil: „Die staatliche Gewalt möge es als ihre heilige Aufgabe betrachten, die wahre Eigenart von Ehe und Familie anzuerkennen, zu hüten und zu fördern, die öffentliche Sittlichkeit zu schützen und den häuslichen Wohlstand zu begünstigen.“ (Gaudium et Spes 52).

    Ehe und Familie sind nicht nur Privatvergnügen, hier übernehmen Menschen füreinander auch wirtschaftlich Verantwortung. Die Wahrnehmung dieser Verantwortung stabilisiert die gesamte Gesellschaft und ist subsidiär vor der Inanspruchnahme staatlicher Leistungen. Deshalb ist es nur logisch und vernünftig, Ehe und Familie als wirtschaftliche Einheit zu verstehen. Eine wirtschaftliche Einheit bedeutet, dass diese Einheit steuerlich gemeinsam veranlagt werden, dass es also keine Rolle spielt, wie das Einkommen in dieser wirtschaftlichen Einheit verteilt ist. Für Ehe und Familie heißt das Ehegattensplitting. Sozialdemokraten wollen das Ehegattensplitting abschaffen, um mehr Frauen für die (Vollzeit)Erwerbsarbeit zu motivieren. Praktisch würde die Idee der SPD eine Steuererhöhung für viele Familien bedeuten! Wie eine Steuererhöhung motivierend sein soll, bleibt ein Geheimnis. Dass Ehepartner nach Willen der Sozialisten nicht als Paar, sondern als Individuen besteuert werden sollen, zerstört die wirtschaftliche Einheit und die subsidiäre Solidarität von Ehe und Familie!

    Das ausgerechnet Sozialdemokraten für diese unsoziale Idee eintreten, müssen sie ihren Wählern erklären. Die Union sollte die Partei der Familien bleiben!

    15.04.2026

  • Stellungnahme von Christdemokraten für das Leben (CDL) Sachsen und des Katholischen Arbeitskreises (KA) in der Sächsischen Union zum Welt Down Syndrom Tag

    Der „Welt Down Syndrom Tag“ am 21. März ist ein guter Anlass, sich die Situation in Deutschland bewusst zu machen. Nach dem Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar und niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Gibt es eine größere Benachteiligung als nicht leben zu dürfen? Die systematische Fahndung nach ungeborenen Kindern mit Trisomie 21 führt leider kaum zu Maßnahmen, die eine Hilfe für die betroffenen Eltern bewirken. Die Untersuchungen haben vor allem das Ergebnis, diese Kinder vor der Geburt auszusondern und zu töten. Damit wird auch Druck auf die Eltern aufgebaut, der Gesellschaft die „Last“ eines behinderten Menschen zu ersparen. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland ein positiver Befund auf Trisomie 21 in 9 von 10 Fällen das Todesurteil für das Kind darstellt. Das „European Journal of Human Genetics“ schreibt 2021, dass in Europa ohne diese Selektion 150000 Menschen mehr mit Downsyndrom ihr Leben genießen dürften als es tatsächlich der Fall ist.

    Bei der heutigen Diskussion zum interfraktionellen Antrag „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“ (Bundestagsdrucksache 21/3873) im Bundestag hat sich gezeigt, dass es in den Fraktionen durchaus verschiedene Ansichten gibt. Die Redner der CDU/CSU Fraktion sprechen sich als einzige für den Antrag aus. (siehe z.B. Tagespost).

    „Inklusion beginnt im Mutterleib“ betonen deshalb die Vorsitzenden Daniel Kästner und Mathias Kretschmer. Entsprechend dem Grundgesetz müsste die Gesellschaft gerade in diesen Fällen umfassenden Hilfen anbieten und Mut machen, auch diese Kinder mit Liebe anzunehmen. „Große Bewunderung verdienen die Familien, die liebevoll die schwierige Prüfung eines behinderten Kindes annehmen. Sie bezeugen der Kirche und der Gesellschaft auf wertvolle Weise die Treue gegenüber dem Geschenk des Lebens.“ (Franziskus in Amoris Laetitia).

    20.03.2026

  • KA-Sachsen gibt hier den Inhalt eines offenen Briefes der CDL Sachsen wieder:

    Sehr geehrter Herr CDU-Vorsitzender Bundeskanzler Friedrich Merz MdB,

    sehr geehrter Herr CSU-Vorsitzender Ministerpräsident Markus Söder MdL,

    wie Sie sicher wissen, findet vom 9. bis 20. März in New York die 70. Tagung der Kommission der Vereinten Nationen zur Rechtsstellung der Frau (UNCSW) statt, abgekürzt bezeichnet als CSW70. Dort versuchen Lobbygruppen ein Menschenrecht auf Abtreibung durchzusetzen.

    Als ranghöchster Vertreter der Bundesrepublik Deutschland wirkt die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Karin Prien (CDU), dort aktiv mit.

    Sie wurde herzlich begrüßt von Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne), der derzeitigen Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

    Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), die inhaltlich dem Club of Rome nahe steht, berichtete erfreut über Karin Priens Rede während der Vorabstimmung der Beschlüsse der CSW70 in New York:
    „In ihrer Rede betonte Bundesministerin Karin Prien, dass die Rechte von Frauen und Mädchen universelle Menschenrechte seien – und daher nicht zur Verhandlung stehen. 
    Sie hob hervor, wie wichtig es ist, Frauen und Mädchen besser vor Gewalt zu schützen, den Zugang zu rechtlicher Unterstützung zu stärken und sicherzustellen, dass Gerichte und Beratungsangebote für alle zugänglich und bezahlbar sind. Dazu gehöre auch der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und entsprechenden Rechten.“

    „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ sind an sich ein weites Feld, das auf Betreiben westlicher Regierungen und NGOs seit der UN-Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo als zentrales Mittel der Bevölkerungspolitik festgeschrieben wurde. Im politischen Alltag wird dieser Begriff jedoch von der Abtreibungslobby als euphemistischer Ersatz für Abtreibung verwendet. Dies weiß jeder, der sich mit dem Ringen um dieses Thema befaßt.

    Auch Bundesministerin Prien muß dies wissen und liefert mit ihrer undifferenzierten Verwendung eine Steilvorlage für die Abtreibungslobby, die mit Verwendung eben dieser Begrifflichkeit das „Menschenrecht auf Abtreibung“ angestrebt, also für ein Menschenrecht auf Mord an Menschen im Mutterleib. Dieses steht jedoch im klaren Widerspruch zur offiziellen Position der CDU/CSU und der deutschen Rechtslage.

    Damit aber nicht genug. Frau Prien sagt der Mütterrente den Kampf an.

    Karin Prien sagte bei der CSW70 am 11. März 2026, im Video zu sehen ab 18:20, in Deutschland erhielten Männer und Frauen, die Kinder erzogen haben, höhere Renten als solche, die dies nicht haben. „Diese Diskriminierung müsse auch im Hinblick auf die Agenda 2030 abgebaut werden.“

    Damit wendet sich Frau Prien (CDU) ausdrücklich gegen die Schwesterpartei CSU, die die Mütterrente, diesen Fortschritt bei der Würdigung der Erziehungsleistung von Müttern und Vätern und deren Beitrags zum Erhalt des Rentensystems durch neue Beitragszahler, durchgesetzt hat.

    Wir bitten Sie, Herr Bundeskanzler Merz, als CDU-Vorsitzenden und Regierungschef, diese Ihre Ministerin Prien zu einer unverzüglichen Klarstellung der deutschen Position zu veranlassen. Wir fordern jetzt ein deutliches und international vernehmbares Bekenntnis der deutschen Bundesregierung, daß sie sich für das unteilbare Menschenrecht auf Leben ausspricht, auch für Menschen vor ihrer Geburt, und Bestrebungen zur Schaffung eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ klar verurteilt. Regelungen zu diesem sensiblen Thema dürfen nicht über die UNO erzwungen werden, sondern müssen Sache der einzelnen Staaten bleiben.

    Eine Abschaffung der „Mütterrente“ darf es mit der Union nicht geben!

    Gott erwecke und schütze unser Vaterland!

    Freundliche Grüße und Gott befohlen!

    Daniel Kästner Vorsitzender der CDL Sachsen

  • Von Mathias Kretschmer (Vorsitzender KA Sachsen)

    Nachdem, für mich sehr ergreifenden, Hirtenbrief von Seiner Excellenz Bischof Dr. Stanislav Přibyl, CSsR zum Jahresende 2025 befasse ich mich diesmal intensiv mit dem Thema Versöhnung. Warum? Sie, die Versöhnung, kam auf mich zu, um Teil von ihr zu werden. Nachdem ich den Hirtenbrief gelesen hatte, wurde ich nachdenklich.

    Ich bin Nachgeborener, also ein Sohn von Vertriebenen, nicht aus dem Sudetenland, sondern aus der Grafschaft Glatz. Oft bereisten meine Frau (ebenso wie ich Kind von Vertriebenen aus der Grafschaft Glatz) diese wunderbare Gegend die Heimat unserer Eltern. Was auch hier in jener Zeit passierte, ist ebenso wie im Sudetenland mit Worten kaum zu beschreiben. Es ist nicht so, dass das Grauen der Nationalsozialisten mit all seinen Folgen vorbei war es änderte mit den Kommunisten meiner Ansicht nach nur das Aussehen und plötzlich lebten wir in der Folgediktatur. Was war bloß los mit den Deutschen? Und was bewegt uns heute, wenn wir auf diese Zeiten schauen? Wie geht es weiter -kann ich- können wir versöhnen? 

    Sie kam auf mich zu, die Versöhnung, erst in einem kleinen Kommentar auf Facebook unter dem Post mit dem Hirtenbrief des Bischofs. Dann kam der direkte Kontakt von Frau Bellmann auch über das Internet zu mir. Sie schilderte mir wie sie im hohen Alter immer noch mit den Situationen ihrer Vergangenheit ein nicht zu unterschätzendes Problem hat. Sie kann nicht abschließen, gedemütigt, vertrieben, Schuld mit sich tragen, keine Chance zu haben, sie ist sozusagen ihre eigene Heimat los. Genau darum geht es dem Bischof. Sagt was damals los war, es war so, was nun? Ich schrieb ihr mit dem Bischof Kontakt aufzunehmen und bot ihr an auch gemeinsam zu ihm reisen. Sie bat mich aufgrund ihres hohen Alters (89 Jahre) stellvertretend für sie den Kontakt mit ihm aufzunehmen, eine Reise traue sie sich nicht mehr zu. So schrieb sie mir ihre dramatischen und traurigen Erlebnisse stumpf und ohne Hoffnung, die bis heute in ihr nicht zur Ruhe kommen. Nicht im Bösen, einfach nur im Unverständnis.

    Mich hat dies verstärkt ihr beistehen zu wollen, Hoffnung zu schenken, Versöhnung zu versuchen und so schrieb ich einen Brief mit meinen Worten und ihren Erlebnissen per Email an den Bischof von Leitmeritz. Schon am nächsten Tag 14.01.2026 kam die Antwort des Bischofs an mich mit der Bitte diese an Frau Bellmann weiterzuleiten.  Dies tat ich so gern und voller Freude. Frau Bellmann dankte mir sehr dafür. Sie hat wahrscheinlich nicht mit diesem Bischof gerechnet.  Plötzlich war sie da die Versöhnung, ich war Teil davon und der Bischof sorgte mit der Gnade Gottes dafür, dass Menschen loslassen dürfen und wir Katholiken können dies und müssen es tun. Ballast abgeben einfach bitten und tun mit der Freude auf das, was nun kommt. Vielleicht begegnen sich diese drei Menschen mit Gott in der hoffentlich sehr gut besuchten Versöhnungsmesse im Böhmisch-Kamnitz am 17. Oktober 2026 um 10 Uhr. Dort ist die Heimat von Frau Bellmann und der Bischof wird ihre Erlebnisse vortragen und im Kirchenarchiv aufbewahren.

    Kann man dies einfach so veröffentlichen? Ich denke ich muss dies tun, um der Generation von Frau Bellmann und auch uns Nachgeborenen diesen Weg zu zeigen.  Sie und uns aufzurufen, wachzurütteln, ja zu bitten, das Angebot des Bischofs anzunehmen. Versöhnung, Erleichterung, die Gnade abschließen zu dürfen, um wieder geistig frei sein zu können.

    Was ist Versöhnung  –  wenn der Weg der Versöhnung gegangen wird – erlebt man die Gnade Gottes einfach für sich und andere. Danke, dass ich dies erleben durfte.

    Dokumentation des Email-Wechsels:

    Email von Frau Bellmann an M. Kretschmer

    Sehr geehrter Herr Kretschmer,
    vielen Dank für Ihre schnelle Rückantwort. Ich bin jetzt 89 Jahre alt u. traue mir die lange Reise nach Leitmeritz nicht mehr zu. Ich war mit meinen damals noch lebenden Eltern in der einstigen Heimat. Wir wohnten in Böhmisch-Kamnitz (heute Ceska-Kamenice). Als wir vor unserem Elternhaus auf der Straße standen, hetzte der im Haus lebende Tscheche den Schäferhund auf uns, er fürchtete wohl, die Deutschen würden wiederkommen. Meine Eltern hatte ich bis damals noch nie so völlig aufgeregt gesehen. Wir wurden am 2.12.1945 (es war mein 8. Geburtstag) aus diesem Haus vertrieben. Bei uns waren die Großeltern u. mein Bruder (inzwischen verstorben). Unser Vater war im 2. Weltkrieg in Gefangenschaft. Mir wurde mit dem Gewehrkolben in die Beine geschlagen, da ich die 3 Stufen des Einganges nicht schnell genug herunterkam. Auf dem Weg nach Tetschen-Bodenbach wurde meinem Spielfreund (damals wohl 9 Jahre alt) in den Kopf geschossen, er stürzte und ging in einem kleinen Bächlein unter. Mir bleiben dessen schwarze Haare im Gedächtnis. Meinem Vater versprach ich auf dessen Sterbebett, dass er neben seinem Vater auf dem Heimatfriedhof beerdigt werde. Leider gestatteten dies die tschechischen Behörden im Jahre 1980 nicht und ich hatte jedes Mal ein schlechtes Gefühl, wenn ich hier vor dem Grabstein stand. Die Ereignisse rund um die Vertreibung belasten mich noch heute, besonders an meinem Geburtstag (2.12.1937) kommen sie mit Macht wieder hoch. Ich versuche zwar, das Vergangene ruhen zu lassen, leider gelingt es mir nicht. Ich habe Ihnen meine Kindheitserlebnisse geschildert, die mich bis ins hohe Alter verfolgen. Sie können diese gerne verwenden, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.
    Herzlichen Dank für Ihr Mitgefühl sagt Ihnen Gertrud Bellmann geborene Wenzel, früher wohnhaft Böhmisch-Kamnitz, Hillemühler Strasse 555.

    Dieses Schreiben wurde an Bischof Přibyl weitergeleitet:

    Seine Excellenz Bischof Stanislav Přibyl, 
    ich habe durch die sozialen Medien von Ihrem Hirtenbrief Weihnachten 2025 gelesen. Inhaltlich berühren mich ihre Worte zutiefst. Meine Frau und ich sind Kinder von Vertrieben aus der Grafschaft Glatz in Polen. Sie wagen einen großen Schritt zu gehen, um zu versöhnen. Was damals geschah ist an beiderseitigem Leid kaum zu beschreiben. Was war in die Deutschen gefahren? – frage ich mich selbst. Nach den Nationalsozialisten kamen die Kommunisten – und wieder diese Frage:  Was war in diese Deutschen gefahren?
    Zwei Diktaturen in so kurzer Zeit – nicht gut für Deutschland und gar nicht gut für unsere Nachbarn. Wie haben Sie dies erlebt?  Mir hat der Glauben geholfen, um mit den Kommunisten zu leben aber auch um sie zu entmachten. Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 hat mich ebenso geprägt wie die Repressalien der Kommunisten und die Vertreibung meiner Eltern.
    Ich bin sehr gespannt, ja fast schon aufgeregt wie ihre Gespräche, nach ihrer mutigen Aufforderung zur Versöhnung beginnen, weitergehen und schaffen Sie es mit der Gnade Gottes zu versöhnen. Ich persönlich kann mir nichts Schöneres, nichts Gewaltigeres als diese Versöhnung vorstellen. Ich kann Sie und die Menschen in Ihrem Land und dem Bistum als Deutscher Katholik nur bitten diesen Weg zu gehen. Aus all dem Groll, dem Hass, der Wut und der immer wiederkommenden Enttäuschungen, dem Misstrauen aus guten Gründen den Weg hinaus in eine neue Ära gemeinsam im Glauben an Gott zu gehen. 
    Nach einem kurzen Gespräch hat mich ein Leserbrief erreicht, wo Frau Bellmann ihre Vertreibung aus dem Sudetenland beschreibt und wie sie dies bis heute belastet. Ich schlug ihr vor mit Ihnen das persönliche Gespräch zu suchen. Frau Bellmann bat mich, aufgrund von ihrem Alter 89 Jahre, den Kontakt aufzunehmen. und um ein persönliches Gespräch bei Ihnen zu diesem Thema zu bitten. Ich bin leider nur der deutschen Sprache mächtig.

    Antwort von Bischof Dr. Stanislav Přibyl, CSsR

    Sehr geehrter Herr Kretschmer,

     ich bedanke mich für Ihre E-Mail und für den Brief von Frau Gertrud Bellmann, in dem sie ihre Erinnerungen an die Vertreibung und die unangenehme Begegnung nach vielen Jahren schildert. Ich danke ihr für ihr Zeugnis, das wir in unserem Archiv aufbewahren werden. In Böhmisch-Kamnitz werden wir am 17. Oktober 2026 um 10 Uhr einen Versöhnungsgottesdienst abhalten. 

    Ich werde ihr Zeugnis im Rahmen dieses Gottesdienstes vorlesen lassen.

    Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Frau Bellmann meine E-Mail mit einem Dankeschön und der Zusicherung meiner Gebete weiterleiten könnten.

    Ich verstehe Versöhnung als einen Weg nach vorne. Es ist ein Werk, das niemals vollendet ist. Ich verstehe es weder als Revision der Geschichte noch als politisches Gestus, sondern lediglich als Heilmittel für alte und frische Wunden, das vor allem wir Christen bringen können und müssen.

    Mit herzlichen Grüßen

    Dr. Stanislav Přibyl, CSsR

    Bischof von Leitmeritz Biskupství litoměřické

    Bild: gepflegte deutsche Grabsteine an der Kirche von Jetrichovice (früher Dittersbach, in der böhmischen Schweiz)

  • In seiner Neujahrsansprache vor dem diplomatischen Korps betonte Papst Leo XIV. dass das Leben ein „unschätzbares Geschenk“ ist und dass der Schutz eines jeden ungeborenen Lebens ein vorrangiges Ziel sein muss.

    Im Gegensatz dazu steht der Beschluss des Europäische Parlaments die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) My Voice My Choice zu unterstützen und auf Steuerzahlerkosten einen Abtreibungstourismus ermöglichen und so den Lebensschutz in den Mitgliedstaaten umgehen.

    Dazu sagte Papst Leo XIV unmissverständlich: „In diesem Sinne äußert der Heilige Stuhl tiefe Besorgnis über Projekte zur Finanzierung der grenzüberschreitenden Mobilität zwecks Zugangs zum sogenannten „Recht auf sichere Abtreibung” und hält es für beklagenswert, dass öffentliche Mittel für die Vernichtung von Leben verwendet werden, statt in die Unterstützung von Müttern und Familien investiert zu werden.“

  • Ein Plädoyer für das Leben

    Am Fest der Unschuldigen Kinder am 28. Dezember gedenkt die Kirche der unschuldigen Kinder, die laut biblischer Überlieferung auf Befehl von König Herodes getötet wurden. Dabei geht es nicht um die Vergangenheit, sondern darum, all die Schwächsten und Schutzlosesten in unseren Tagen in den Blick zu nehmen. Das sind in unserer Gesellschaft insbesondere die ungeborenen Kinder.

    Kindermord zu Betlehem, Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

    Im Psalm 139,13–16 heißt es:

    „Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
    Ich danke dir, daß du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
    Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.
    Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.“

    Papst Benedikt sagte dazu in der Generalaudienz am 28.12.2005:

    „In unserem Psalm ist die Vorstellung sehr stark, daß Gott schon die gesamte Zukunft des entstehenden Embryos sieht: Im Buch des Lebens des Herrn sind schon alle Tage verzeichnet, die dieses Geschöpf erleben und im Laufe seiner irdischen Existenz mit Taten erfüllen wird. So tritt wieder die transzendente Größe des göttlichen Wissens hervor, das nicht nur die Vergangenheit und die Gegenwart der Menschheit umfaßt, sondern auch die noch verborgene Zeitspanne der Zukunft. Aber es scheint auch die Größe dieses kleinen, noch nicht geborenen menschlichen Geschöpfes auf, das die Hände Gottes geschaffen haben und dessen Liebe es umfängt: ein biblischer Lobpreis des Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz an.“

    Deshalb ist es eine jüdische und christliche Erkenntnis, dass der Mensch seine unveräußerliche Würde ab dem Zeitpunkt der Empfängnis besitzt.

    Wie sieht es mit der Wahrung dieser Würde in Deutschland aus? Nach offiziellen Daten werden jedes Jahr im wohlhabenden Deutschland mehr als 100000 Kinder vor der Geburt getötet. Das ist manchen noch nicht genug. Es gibt starke Bestrebungen, Abtreibungen weiter zu erleichtern.

    Die Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung wurde durch die CDU/CSU am Anfang des Jahres im Rechtsauschuss vorerst verhindert. Jedoch wäre beinahe eine Juristin, die Ungeborenen nicht die volle Menschenwürde zugesteht, und sich in der „Kommission für reproduktive Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“ federführend für eine Liberalisierung von vorgeburtlichen Kindstötungen eingesetzt hat, Verfassungsrichterin geworden. Der Widerstand gegen diese Wahl ist teilweise als Sieg der extremen Rechten geframt worden.

    Kürzlich hat sich das Europäische Parlament mehrheitlich hinter die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) My Voice My Choice gestellt. Diese soll auf Steuerzahlerkosten einen Abtreibungstourismus ermöglichen und so den Lebensschutz in den Mitgliedstaaten umgehen.

    Menschen, die sich für den Schutz des Lebens einsetzen sehen sich immer wieder diffamiert, beschimpft und bedroht. Das ist bei den Schweigemärschen für das Leben z.B. in Annaberg, Berlin, Köln und München zu beobachten. Initiativen, die sich für das Leben einsetzen, werden z.B. im gebührenfinanzierten Fernsehen diffamiert, was dann als Satire gelten soll. Linksextreme verüben immer wieder Farbanschläge, wie z.B. am Heiligen Abend auf das „Haus für das Leben“ von KALEB in Chemnitz.

    Davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen. Lasst uns an diesem Tag innehalten, für alle beten, deren Leben bedroht ist, und gemeinsam dafür eintreten, dass jedes Kind eine Chance auf Leben erhält. Last uns auch für die beten, die sich schwer damit tun, jedem Menschen auch dem Ungeborenen seine Würde und das Recht auf Leben zuzugestehen.

    Im Gedenken an die Unschuldigen Kinder setzen wir ein Zeichen für Hoffnung, Mitmenschlichkeit und den Schutz des Lebens.

  • und ein gesegnetes, gesundes, glückliches und erfolgreiches Neues Jahr 2026 wünscht der Katholische Arbeitskreis in der CDU Sachsen

    „Deinetwegen also wurde der schwach, der an sich stark und mächtig ist, deinetwegen arm, der an sich reich ist. Bleibe also nicht bei dem Sichtbaren stehen, sondern erkenne, daß du erlöst bist: Herr Jesus, mehr verdanke ich deiner Entäußerung und deinen Leiden, durch die ich erlöst bin, als deinem Reichtum an Macht, durch den ich geschaffen bin, denn umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet.“ (Ambrosius)

    Bild: Geburt Christi, Anbetung der Magier, Relief im Dom zu Meißen