Christus achtet nicht darauf, wie oft wie in unserem Leben straucheln, sondern wie oft wir mit seiner Hilfe wieder aufstehen. Benedikt XVI.

„Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes.“ (Mutter Theresa)

Heute am 28.12. stellt uns die Kirche im Matthäus Evangelium den Kindermord von Bethlehem vor Augen. „Doch groß und nicht zu besänftigen ist der Zorn eines Königs, wenn er von dessen Herrschsucht entfacht wird.“ deutet der Heilige Chrysostomus dieses Ereignis. (http://www.catena-aurea.de/ljassinno.html)

Kindermord zu Bethlehem Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

Ist es Herrschsucht, die auch heute unschuldigen Kindern das Lebensrecht abspricht?

Im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition steht, dass vorgeburtliche Kindstötungen  zukünftig „zu einer verlässlichen Gesundheitsversorgung“ gehören sollen.

 „Wir stärken das Selbstbestimmungsrecht von Frauen. Wir stellen Versorgungssicherheit her. Schwangerschaftsabbrüche sollen Teil der ärztlichen Aus- und Weiterbildung sein. Die Möglichkeit zu kostenfreien Schwangerschaftsabbrüchen gehören zu einer verlässlichen Gesundheitsversorgung. Sogenannten Gehsteigbelästigungen von Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegnern setzen wir  wirksame gesetzliche Maßnahmen entgegen. Wir stellen die flächendeckende Versorgung mit Beratungseinrichtungen sicher. Schwangerschaftskonfliktberatung wird auch künftig online möglich sein. Ärztinnen und Ärzte sollen öffentliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche bereitstellen können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen. Daher streichen wir § 219a StGB.“ ... "Wir setzen eine Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin ein, die Regulierungen für den Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuches sowie Möglichkeiten zur Legalisierung der Eizellspende und der altruistischen Leihmutterschaft prüfen wird."

Was sagt das konkret über die Ansichten und Absichten der Bundesregierung?

1. Es wird geleugnet, dass auch ungeborene Kindern ein Recht am eigenen Körper, ein Recht auf Leben haben.

2. Vorgeburtliche Kindstötungen sollen als ein normaler Vorgang angesehen werden, der ohne jegliche Einschränkungen (also bis zur Geburt) durchgeführt werden kann, da er keine Erwähnung mehr im Strafgesetzbuch findet. Die sittenbildende Funktion des Strafrechts in einer säkularisierten Gesellschaft wird damit unterlaufen.

3. Vorgeburtliche Kindstötungen sollen als etwas Positives angesehen und von der Allgemeinheit finanziert werden. Dass damit auch ein Angriff auf die Gewissensfreiheit von Ärzten und Pflegern verbunden sein kann, haben die Grünen in Baden-Württemberg bereits unter Beweis gestellt. (https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Schwangerschaftsabbruch-Bereitschaft-als-Einstellungsvoraussetzung-fuer-Uni-Aerzte-411088.html)

4. Ungeborenen Kindern wird die Personalität abgesprochen, sie werden zur Handelsware.

5. Die Freiheit, für das Recht auf Leben auf der Straße einzutreten, soll eingeschränkt werden.

Papst Johannes Paul II. hat diese Forderung  bereits 1995 angeprangert:

„…breite Schichten der öffentlichen Meinung rechtfertigen manche Verbrechen gegen das Leben im Namen der Rechte der individuellen Freiheit und beanspruchen unter diesem Vorwand nicht nur Straffreiheit für derartige Verbrechen, sondern sogar die Genehmigung des Staates, sie in absoluter Freiheit und unter kostenloser Beteiligung des staatlichen Gesundheitswesens durchzuführen.“ (EV 4)

„Das fundamentale Recht auf Leben wird heute bei einer großen Zahl schwacher und wehrloser Menschen, wie es insbesondere die ungeborenen Kinder sind, mit Füßen getreten.“ (EV 5)

Johannes Paul II. Evangelium Vitae 1995 (http://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.pdf)

Dabei stützt sich Johannes Paul II. auf das jüdisch-christlichen Erbe unserer Gesellschaft. Die Achtung vor dem ungeborenen Leben ist ein wesentlicher Bestandteil der katholischer Lehre über die Würde des Menschen.

„Dir waren meine Glieder nicht verborgen, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewirkt in den Tiefen der Erde. Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen. In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war. Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe!“ Ps 139, 15-17

Das Lukasevangelium berichtet davon, dass ein ungeborenes Kind als erster Mensch den Herrn erkannt hat. (Lk 1, 41)

„du sollst nicht das Kind durch Abtreiben umbringen und das Neugeborene nicht töten“ Didache

(https://christengemeinschaft.de/sites/default/files/Affeldt-Friedrich/pdf/2018-11/fruehchristliche-schriften-1.pdf

„…denn wenn ein Mörder ist, wer eine Leibesfrucht im Schoße durch Abtreibung vernichtet hat, …“ Stephan V. 887/888 (DH 670)

„Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuenswürdige Verbrechen.“ Gaudium et spes 51

„Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen?“ Mutter Theresa Nobelpreisrede 1979 (https://www.erzdioezese-wien.at/mutter-teresa-nobelpreisrede)

„Eine Abtreibung löst nichts, sondern tötet ein Kind, zerstört die Frau, blendet das Gewissen des Vaters und ruiniert oft das Familienleben." Benedikt XVI. (https://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2011-02-26/papst-erneuert-kritik-abtreibungen)

„Es ist nicht rechtmäßig. Niemals, nie, niemals, ein Menschenleben beenden oder einen Killer mieten, um ein Problem zu lösen.“ Papst Franziskus 26.05.2019

(https://www.domradio.de/themen/ehe-und-familie/2019-05-26/jedes-kind-ist-ein-geschenk-papst-franziskus-aeussert-sich-erneut-zur-abtreibung)

Parteien, die das "C" im Namen tragen müssen hier ihrer Verantwortung als Opposition gerecht werden!