Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut. Tob 13, 3

Gedanken zum 13. August: Freiheit statt Sozialismus!

Vor 48 Jahren mauerten die in der DDR herrschenden Sozialisten die Menschen, die in ihrem Herrschaftsgebiet lebten, ein. Sie bestätigten damit, was Eugen Richter bereits Ende des 19. Jahrhunderts in seinem Büchlein „Sozialdemokratische Zukunftsbilder“ vorhergesagt hat, das sozialistische Ideen nur dann umgesetzt werden können, wenn die Menschen dem sozialistischen Paradies nicht entrinnen können.

Vor 30 Jahren fiel endlich diese Mauer. Der Sozialismus wurde durch Freiheit ersetzt. Das haben sich die Menschen insbesondere in Sachsen friedlich erkämpft.

Deshalb stellt sich die Frage, ist es Dummheit, Geschichtsklitterung, Ignoranz, oder tatsächlich Böswilligkeit, wenn die „Linke“ in ihrem Wahlprogramm für Sachsen von „30 Jahren des Trübsinns“ schreibt. Mit anderen Worten der Wegfall der Mauer, Freiheit für die Menschen ist „Trübsinn“.

Diesem „Trübsinn“ wollen sie mit dem „demokratischen“ Sozialismus ein Ende setzen. Es soll also erneut versucht werden, was so oft mit vielen Opfern gescheitert ist. In Kuba, Nordkorea und Venezuela kann man dieses Scheitern, die damit verbunden Armut und Unfreiheit beobachten.

Deshalb bleibt der alte Wahlslogan der CDU gültig: Freiheit statt Sozialismus!

 

Nachtrag: Einige Aussagen des katholischen Lehramtes zum Sozialismus, Links führen zu den gesamten Texten der päpstlichen Schreiben (z.T. in anderer Übersetzung):

Pius XI.: Enzykl. »Quadragesimo anno«: Soziallehre der Kirche

"Wir verkünden folgendes: ob der Sozialismus nun als Lehre, als geschichtliches Faktum oder als »Bewegung« angesehen wird: wenn er wahrhaft Sozialismus bleibt, kann er – auch nachdem er der Wahrheit und Gerechtigkeit in dem, was wir gesagt haben, beigepflichtet hat – mit den Glaubenssätzen der katholischen Kirche nicht vereinbart werden; denn er vertritt eine Vorstellung von der Gesellschaft, die der christlichen Wahrheit so fremd wie nur irgend möglich ist."

"Wenn auch der Sozialismus, wie alle Irrtümer, etwas Wahrem in sich Raum gewährt hat (was die Päpste ja nie in Abrede gestellt haben), stützt er sich doch auf seine eigene Lehre von der menschlichen Gesellschaft, die mit dem wahren Christentum unverträglich ist. Religiöser Sozialismus, christlicher Sozialismus behaupten (einander) Widersprechendes: niemand kann echter Katholik und zugleich im wahren Sinne des Wortes Sozialist sein."

Johannes Paul II.: Centesimus annus

"Papst Leo sah in der Tat unter allen Aspekten, politisch, sozial und wirtschaftlich, die negativen Folgen einer Gesellschaftsordnung voraus, wie sie der Sozialismus vorlegte, der sich freilich damals noch im Stadium der Sozialphilosophie und einer mehr oder weniger strukturierten Bewegung befand."

"Hier gilt es zweierlei zu unterstreichen: einerseits die große Klarheit in der Wahrnehmung der tatsächlichen Lage der Proletarier, Männer, Frauen und Kinder, in ihrer ganzen Härte; andererseits die nicht geringere Klarheit, mit der er das Übel einer Lösung erkennt, die unter dem Anschein, die Stellung von Armen und Reichen umzukehren, tatsächlich aber jenen zum Schaden gereicht, denen zu helfen sie vorgab. Das Heilmittel würde sich damit als schlimmer herausstellen als das Übel."

"Wenn wir jetzt die begonnene Reflexion vertiefen und auch das mit hereinnehmen, was in den Enzykliken Laborem exercens und Sollicitudo rei socialis gesagt worden ist, müssen wir hinzufügen, daß der Grundirrtum des Sozialismus anthropologischer Natur ist.  … Der Mensch, der gar nichts hat, was er »sein eigen« nennen kann, und jeder Möglichkeit entbehrt, sich durch eigene Initiative seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird völlig abhängig von den gesellschaftlichen Mechanismen und von denen, die sie kontrollieren."