"Wenn auch Fürsten gegen mich beraten: dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze."  Ps. 119, 23

Wahldebakel am 24.9. und Rosenkranzfest am 7.10.

Knapp zwei Wochen ist es her, dass die CDU eine krachende Wahlniederlage eingefahren hat. Am Wahlabend wurde das noch zum Erfolg umgedeutet, könne doch gegen die Union keine Regierung gebildet werden. Führende Politiker meinen gar man habe nichts falsch gemacht. Kürzlich war im Netz zu lesen „Wenn zu Viele die Falschen wählen, haben die Richtigen zu viel falsch gemacht“.

Was hat das mit dem Rosenkranzfest am heutigen Tag zu tun?

Es mehren sich die Stimmen, auch in der CDU, dass das Wahldebakel nicht zuletzt an der Flüchtlingskrise liegt, dass der Kontrollverlust im Herbst 2015 Vertrauen gekostet hat.  Die Art wie die Diskussion darüber geführt oder auch nicht geführt wurde, ist als Bevormundung empfunden worden. In seiner Rede zum 3. Oktober hat der Präsident des Sächsischen Landtages Dr. Matthias Rößler darauf hingewiesen: „Ebenso schadet ihr (der Demokratie) eine Politik, die grundlegende Bedenken der Bürger ignoriert, sie bevormundet und akute Probleme verdrängt oder nur unzureichend löst.“  

Das Rosenkranzfest erinnert daran, dass das Abendland auch 1571 zerstritten war und es um Sein oder nicht Sein ging. Eine gewaltige türkische Flottenexpedition wollte die Herrschaft über das Mittelmeer. Dem intensiven Rosenkranzgebet soll es zu verdanken sein, dass die Übermacht in der Schlacht bei Lepanto besiegt werden konnte.

Die Situation heute ist sicher anders. Es geht nicht um eine offene militärische Invasion. Es gibt humanitäre Katastrophen im mittleren und Nahen Osten, die Menschen vertreiben. Aber das ist nicht alles. Auch heute hat nicht jeder, der sich aufmacht, das Mittelmeer zu überqueren, freundliche Absichten, wie Terroranschläge zeigen. Auch heute wäre es hilfreich, wenn Europa nicht zerstritten wäre. Auch heute sollten die Christen sich selbstbewusst zu ihrem Glauben bekennen und die Herausforderungen, die Balance zwischen humanitärer Hilfe und der Bewahrung der Stabilität, Souveränität und innerer Sicherheit klug abwägen und auch im Gebet vor Gott tragen.

Was wird aus dem Wahlergebnis? Eine Beteiligung der Grünen in einer Bundesregierung ist problematisch. Bei den Grünen ist der Schutz der Natur wichtiger als der Schutz und die Würde menschlichen Lebens: Befürwortung der Abtreibung bis kurz vor der Geburt, Befürwortung der inhumanen Leihmutterschaft (Grüne Jugend), damit per se unfruchtbare Beziehungen „eigene Kinder“ haben können. Auch die FDP ist da nicht grad katholisch. Welche Prinzipien wird die CDU zum Machterhalt opfern?