Christus achtet nicht darauf, wie oft wie in unserem Leben straucheln, sondern wie oft wir mit seiner Hilfe wieder aufstehen. Benedikt XVI.

Die Sprengung der Universitätskirche in Leipzig war nicht der folgerichtige Ausdruck eines „wissenschaftlichen Weltbildes“

In der sächsischen Zeitung vom 21.4.2012 wurde die Zerstörung der Leipziger Universitätskirche mit den Worten kommentiert: „Der rigide Umgang mit dem traditionsreichen Gebäude war folgerichtig, fühlte sich die DDR-Führung doch einem wissenschaftlichen Weltbild und damit dem Atheismus verpflichtet...“

Ist es richtig, dass ein wissenschaftliches Weltbild atheistisch sein muss? Keinesfalls!

Das primitive „wissenschaftliche“ Weltbild der Kommunisten, das dem Atheismus „verpflichtet war“ stammte aus dem 19. Jahrhundert. Seit Beginn des 20, Jahrhunderts, z.B. seit den Erkenntnissen der modernen Physik und der Psychoanalyse bleibt auch in einem wirklich wissenschaftlichen Weltbild die Sinnfrage offen und, wenn man will, Platz für Gott, Platz für eine unsterbliche Seele.

Aber auch aus Sicht eines Atheisten sollte die Zerstörung der alten Universitätskirche nicht folgerichtig sein, sondern einfach eine Barbarei! Es ging bei der Zerstörung dieses Kulturguts, das den Krieg glücklicherweise unversehrt überlebt hatte, nicht um Atheismus. Es ging darum, auch in den Köpfen der Menschen Platz zu schaffen, um in stalinistischer Manier neue Götter anzubeten, Menschen, die glaubten, die Stelle Gottes einnehmen zu können, die den Himmel auf Erden versprochen und oft genug die Hölle auf Erden geschaffen hatten.

HR