"Man muss der Zeit Zeit lassen."  Johannes XXIII. (1881-1963)

Katholischer Arbeitskreis in der CDU Sachsen: Keine Koalitionen mit den Linken!

Der Vorsitzende des Katholischen Arbeitskreises in der CDU Sachsen Mathias Kretschmer macht deutlich: „Einen Linksruck nehmen wir Katholiken in der CDU nicht hin!“ Die Vorschläge auf angebliche Scheuklappen zu verzichten, und bei Bedarf eine Koalition mit den Linken einzugehen, zeugen gleichermaßen von prinzipienlosen Machtwillen und politischer Naivität.

Es geht dabei nicht nur um die Vergangenheit der SED Nachfolger, um Mauerbau, Verfolgung Andersdenkender und Misswirtschaft. Denn, die Linkspartei bleibt ihren Wurzeln und alten Prinzipien treu. Im Grundsatzprogramm wird z.B. auf Marx, das kommunistische Manifest und die linksradikale Tradition (USPD, KPD) Bezug genommen.  Die sozialistische Wirtschaftsordnung (die immer mit ökonomischen Niedergang verbunden ist, wie das im ölreichen Venezuela beobachtet werden kann) soll wieder eingeführt werden. Führende Politiker sprechen sich dafür aus, neue Wege zum Kommunismus zu suchen, also das Experiment mit Menschen, dass bereits Millionen von Menschenleben gekostet hat, noch mal zu starten. Die Linkspartei von Sachsen hat 20 Jahre nach dem Mauerfall ein Thesenpapier publiziert, in dem sie es sich als Verdienst anrechnet, 1989 nicht auf das eigene Volk geschossen zu haben. Ist so eine Partei in der Demokratie angekommen? Die Parteivorsitzende der Linkspartei hatte z.B. 2015 zur Blockade (also einer Form von Gewalt, die auch umgesetzt wurde) des „Marschs für das Leben“ in Berlin aufgerufen. Die Linkspartei fordert die Streichung des § 218 StGB und damit, dass das Töten von wehrlosen ungeborenen Menschen bis zur Geburt erlaubt werden soll. Ist das mit dem christlichen Menschenbild vereinbar? Mit der Aufforderung zur Blockade einer genehmigten Demonstration ist auch belegt, dass die Linkspartei Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit, wie in der DDR nicht für andere Meinungen gelten lässt und auch Gewalt unterstützt, wie jüngst in der FAZ noch mal dokumentiert wurde.

Das katholische Lehramt hat mehrfach vor dem Marxismus gewarnt. Als Beispiel sollen die Enzyklika „Rerum Novarum“, der Konzilstext „Gaudium et Spes“ (20), das apostolische Schreiben von Paul VI „Octogesima adveniens“ und das apostolische Schreiben von Johannes Paul II „Centisimus annus“ genannt sein.

Eine Zusammenarbeit der CDU mit der Linkspartei würde die Abkehr vom christlichen Menschenbild, der sozialen Marktwirtschaft und der freiheitlich demokratischen Grundordnung bedeuten. Das wäre dann nicht mehr die Partei von Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Helmut Kohl. Eine Koalition der CDU mit der Linkspartei muss definitiv und glaubwürdig ausgeschlossen bleiben! 

30.08.2018