"Wir können zwar nicht sagen: 'Ich habe die Wahrheit', aber die Wahrheit hat uns, sie hat und berührt." Benedikt XVI.

„Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes.“ (Mutter Theresa)

Heute am 28.12. stellt uns die Kirche im Matthäus Evangelium den Kindermord von Bethlehem vor Augen. „Doch groß und nicht zu besänftigen ist der Zorn eines Königs, wenn er von dessen Herrschsucht entfacht wird.“ deutet der Heilige Chrysostomus dieses Ereignis. (http://www.catena-aurea.de/ljassinno.html)

Kindermord zu Bethlehem Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

Ist es Herrschsucht, die auch heute unschuldigen Kindern das Lebensrecht abspricht?

 Im neuen Grundsatzprogramm der Grünen steht (1342 ff)  (https://cms.gruene.de/uploads/documents/20201218_Grundsatzprogramm_2020.pdf):

 „Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben muss für alle Menschen, insbesondere auch Frauen, Mädchen, trans*, inter* und nichtbinäre Menschen mit und ohne Behinderung, uneingeschränkt gelten. Dieses Recht zu realisieren ist Teil einer guten öffentlichen Gesundheitsversorgung. Zu ihr zählen auch selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche, die nichts im Strafgesetzbuch verloren haben und deren Kosten grundsätzlich übernommen werden müssen.“

Was sagt das konkret über die Ansichten und Absichten einer Partei, mit der die CDU bereits auf Landesebene koaliert und auch im Bund ein solches Bündnis möglicherweise anstrebt?

1. Es wird geleugnet, dass auch ungeborene Kindern ein Recht am eigenen Körper, ein Recht auf Leben haben.

2. Vorgeburtliche Kindstötungen sollen als ein normaler Vorgang angesehen werden, der ohne jegliche Einschränkungen (also bis zur Geburt) durchgeführt werden kann, da er keine Erwähnung mehr im Strafgesetzbuch findet. Die sittenbildende Funktion des Strafrechts in einer säkularisierten Gesellschaft wird damit unterlaufen.

3. Vorgeburtliche Kindstötungen sollen als etwas Positives angesehen und von der Allgemeinheit finanziert werden. Dass damit auch ein Angriff auf die Gewissensfreiheit von Ärzten und Pflegern verbunden sein kann, haben die Grünen in Baden-Württemberg bereits unter Beweis gestellt. (https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Schwangerschaftsabbruch-Bereitschaft-als-Einstellungsvoraussetzung-fuer-Uni-Aerzte-411088.html)

Papst Johannes Paul II. hat diese Forderung der Grünen bereits 1995 angeprangert:

„…breite Schichten der öffentlichen Meinung rechtfertigen manche Verbrechen gegen das Leben im Namen der Rechte der individuellen Freiheit und beanspruchen unter diesem Vorwand nicht nur Straffreiheit für derartige Verbrechen, sondern sogar die Genehmigung des Staates, sie in absoluter Freiheit und unter kostenloser Beteiligung des staatlichen Gesundheitswesens durchzuführen.“ (EV 4)

„Das fundamentale Recht auf Leben wird heute bei einer großen Zahl schwacher und wehrloser Menschen, wie es insbesondere die ungeborenen Kinder sind, mit Füßen getreten.“ (EV 5)

Johannes Paul II. Evangelium Vitae 1995 (http://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.pdf)

Dabei stützt sich Johannes Paul II. auf das jüdisch-christlichen Erbe unserer Gesellschaft. Die Achtung vor dem ungeborenen Leben ist ein wesentlicher Bestandteil der katholischer Lehre über die Würde des Menschen.

„Dir waren meine Glieder nicht verborgen, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewirkt in den Tiefen der Erde. Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits deine Augen. In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war. Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe!“ Ps 139, 15-17

Das Lukasevangelium berichtet davon, dass ein ungeborenes Kind als erster Mensch den Herrn erkannt hat. (Lk 1, 41)

„du sollst nicht das Kind durch Abtreiben umbringen und das Neugeborene nicht töten“ Didache

(https://christengemeinschaft.de/sites/default/files/Affeldt-Friedrich/pdf/2018-11/fruehchristliche-schriften-1.pdf

„…denn wenn ein Mörder ist, wer eine Leibesfrucht im Schoße durch Abtreibung vernichtet hat, …“ Stephan V. 887/888 (DH 670)

„Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuenswürdige Verbrechen.“ Gaudium et spes 51

„Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen?“ Mutter Theresa Nobelpreisrede 1979 (https://www.erzdioezese-wien.at/mutter-teresa-nobelpreisrede)

„Eine Abtreibung löst nichts, sondern tötet ein Kind, zerstört die Frau, blendet das Gewissen des Vaters und ruiniert oft das Familienleben." Benedikt XVI. (https://www.domradio.de/themen/benedikt-xvi/2011-02-26/papst-erneuert-kritik-abtreibungen)

„Es ist nicht rechtmäßig. Niemals, nie, niemals, ein Menschenleben beenden oder einen Killer mieten, um ein Problem zu lösen.“ Papst Franziskus 26.05.2019

(https://www.domradio.de/themen/ehe-und-familie/2019-05-26/jedes-kind-ist-ein-geschenk-papst-franziskus-aeussert-sich-erneut-zur-abtreibung)

Ist eine Partei, die in ihrem Grundsatzprogramm das Lebensrecht relativiert und die von Gott gegebene Würde jedes Menschen einschränkt, für einen Christen einen Katholiken wählbar?

 

Ist es nicht riskant, mit diesen Kräften Regierungen zu bilden?