"Wir können zwar nicht sagen: 'Ich habe die Wahrheit', aber die Wahrheit hat uns, sie hat und berührt." Benedikt XVI.

Fest der unschuldigen Kinder

Am 28. Dezember gedenkt die Kirche am Fest der unschuldigen Kinder der Opfer des legendären Kindermordes von Bethlehem. Aus Machtinteresse soll Herodes, der auch seine eigenen Söhne als Konkurrenten beseitigt hat, die Tötung von männlichen Kindern in Bethlehem angeordnet haben.

„Kindermord von Bethlehem" Gobelin in den Vatikanischen Museen (Ausschnitt)

Eine Legende, historisch nicht eindeutig belegt und doch leider zeitlos wahr. Auch heute kommen Kinder ums Leben, weil sie stören und Machtinteressen oder anderen Belangen im Weg sind. Man denkt dabei an die Kinder im Jemen und in anderen Kriegs- und Krisengebieten. Aber auch im reichen friedlichen Deutschland werden unschuldige Kinder hunderttausendmal im Mutterleib getötet. Eine vorgeburtliche Kindstötung ist in Deutschland rechtswidrig, bleibt aber nach Beratung straffrei.

Im Regierungsprogramm der CDU Sachsen stand ein wichtiger Hinweis, wie man in Konfliktsituationen eine vorgeburtliche Kindstötung vermeiden kann. „Wir wollen die vorhandenen Beratungs- und Unterstützungsleistungen für schwangere Frauen in Konfliktlagen ausbauen und besser über Hilfen informieren, gerade auch über die Möglichkeit von Adoptionen.“

Die Information über die Mögichkeit von Adoptionen ist im Koalitionsvertrag mit SPD und Grünen leider unter dem Tisch gefallen. Vielleicht hat Joseph Ratzinger recht, wenn er 1978 in der Weihnachtspredigt sagte: „Das wehrloseste Leben, das ungeborene, zu zertreten scheint vielfach schon nicht mehr bloß als Kavaliersdelikt, sondern geradezu als Maß der Emanzipation.“

Hier ist größte Aufmerksamkeit im Sinne der Würde des menschlichen Lebens notwendig!