"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muss man erst richtig anfangen!"  Konrad Adenauer (1876-1967)

„Seien Sie eine Provokation“ Marsch für das Leben 2017 in Berlin

„Seien Sie eine Provokation“ sagte Birgit Kelle in ihrem kurzen Grußwort an den Marsch für das Leben. In der Tat, wer heute für das Recht auf Leben eintritt, wird als Provokation empfunden, selbst wenn er das Grundgesetz und das geltende Recht auf seiner Seite hat. Leider wollen das manche nicht akzeptieren und nicht einmal tolerieren, dass das thematisiert wird.

So war auch in diesem Jahr das demokratische Recht der freien Meinungsäußerung und der Versammlungsfreiheit, „Der Marsch für das Leben“ nur mit einem massiven Polizeiaufgebot zu sichern.

Den lärmenden „Gegendemonstranten“ initiiert vom sogenannten „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“, gefördert von den Grünen, der Linkspartei und gewürdigt mit einem Grußwort des Berliner Oberbürgermeisters Müller (SPD) sei der Satz von Franz Josef Strauß ins Stammbuch geschrieben:

„Wer durch Lautstärke oder andere Gewaltanwendung die Abhaltung einer politischen Veranstaltung verhindern will, ist ein Radikaler, ein Extremist und in den Methoden ein Nazi.“

In diesem Sinne verwenden Linke Grüne und SPD Nazimethoden, fordern dazu auf oder befürworten die Anwendung solcher Methoden. Sind solche Parteien für Demokraten wählbar? Ist die Ablehnung dieser Kräfte für den Lebensschutz für Katholiken tolerierbar?

Es ist einfach absurd, wie diese Linken, für Vielfalt und Recht auf Selbstbestimmung werben, wenn in Deutschland jährlich 100000 Kinder nicht geborenen werden. Also 100000 Menschen bei der Vielfalt fehlen, denen das Recht auf Selbstbestimmung mit dem Recht auf Leben genommen wurde.

Auf der Auftaktkundgebung wurden 9 Forderungen an den Bundestag einzeln verlesen und darüber abgestimmt.

Diese Forderungen stehen im Einklang mit der katholischen Lehre. Papst Franziskus (Der Papst sei allen verbunden, „die das menschliche Leben in allen seinen Lebensphasen verteidigen“, die Teilnehmer in Berlin „mögen dazu verhelfen, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das wichtige Anliegen ‚Die Schwächsten schützen: Ja zu jedem Kind‘ zu lenken.“ „Mit allen, die glauben, und mit allen Menschen guten Willens bezeugen wir, dass Gott ‚ein Freund des Lebens‘ ist (Weish 11,11)“.) und auch Erzbischof Koch haben den Marsch für das Leben ausdrücklich unterstützt. Koch fragt „Warum ist der Schutz von Artenvielfalt, sauberer Luft oder Lebensbedingungen oft strenger und konsequenter juristisch aufgestellt als der Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens?“ und wendet sich gegen die Demagogie, den Einsatz für das Leben in die rechte Ecke zu stellen.

Traurig macht die Ablehnung des Diözesanrates Berlin den Einsatz für die Schwächsten und das Leben, ebenso zu befürworten. Ist das Feigheit gegen den Zeitgeist

Siebentausend bis Achttausend Menschen aus allen Altersgruppen, aus allen Bundesländern, aus Frankreich, Polen, der Schweiz, den Niederlanden, aus Irland und aus Großbritannien waren gekommen, um erneut ein starkes Signal für das Leben zu setzen. Dass das Leben bereits im Mutterleib beginnt, ist bereits im Alten Testament zu lesen.

Bischof Voderholzer betonte in seiner Predigt beim ökumenischen Abschlussgottesdienst, dass nicht nur der Glaube, sondern auch das Naturrecht und die Philosophie zeigt, dass die Würde des Menschen nicht von seiner Schönheit und Nützlichkeit abhängt und bereits im Mutterleib beginnt. Die Gegenproteste zeigen, dass hier eine wichtige Botschaft verkündet wird.

Nicht zuletzt würdigte Bischof Voderholzer den Marsch für das Leben als ein großartiges ökumenisches Zeichen der Einheit der Christen.