"Wenn Sie in die Welt hineinschauen, sehen Sie keinen Himmel, aber Sie sehen überall die Spuren Gottes." Benedikt XVI.

Die Grünen sind für Katholiken unwählbar!

Im letzten „Tag des Herrn“ durften Katholiken ihr Wahlverhalten erläutern. Fazit des Redakteurs: die AfD ist unwählbar- alle anderen Parteien offenbar doch.

Dem muss entschieden widersprochen werden!

Dass die willkürliche Tötung von Menschen mit der katholischen Ethik nicht vereinbar ist, sollte bekannt sein. Dass auch ungeborene Menschen, Menschen sind, ist bei Katholiken Konsens. Papst Franziskus hat in „Die Freude des Evangeliums“ klar betont:

„Unter diesen Schwachen, deren sich die Kirche mit Vorliebe annehmen will, sind auch die ungeborenen Kinder. Sie sind die Schutzlosesten und Unschuldigsten von allen, denen man heute die Menschenwürde absprechen will, um mit ihnen machen zu können, was man will, indem man ihnen das Leben nimmt und Gesetzgebungen fördert, die erreichen, dass niemand das verbieten kann.“ Und „Es ist nicht fortschrittlich, sich einzubilden, die Probleme zu lösen, indem man ein menschliches Leben vernichtet.“

Was antworten die Grünen auf diese Frage?

Im Wahlprogramm steht: „Über den Körper selbst zu bestimmen, ist nicht leicht, wenn alle eine Meinung dazu haben. Wir setzen uns für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen über ihren Körper ein. Bei ungewollter Schwangerschaft brauchen Frauen wohnortnahe Untertützung und Hilfe, keine Bevormundung und keine Strafe. Erst recht brauchen sie keinen Rückschritt bei bereits erkämpften Rechten und keine Einschränkungen erreichter Freiheiten.“

Welche Rechte sind hier gemeint? Noch ist in Deutschland die vorsätzliche Tötung eines ungeborenen Menschen eine Straftat und kein Recht! Leider wird das falsch verstanden, dass aus Unrecht Recht wird, wenn man sich beraten lässt, bevor man Unrecht tut. Aber das genügt den Grünen nicht.

Der jährliche Marsch für das Leben macht auf das praktizierte Unrecht aufmerksam. Und was sagen die Grünen, die sonst für alles Leben, für die Hufeisennase für jede Kröte und jeden Käfer kämpfen?

„Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht! BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützen das überparteiliche Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und sind am Aktionstag dabei. Unter dem Motto „Solidarität und Vielfalt“ setzen wir wenige Tage vor der Bundestagswahl ein starkes Zeichen gegen die so genannten "Lebensschützer*innen" und gegen rechtskonservative Kräfte. Sei dabei! “

Das Recht auf Leben ist für die Grünen nachrangig gegenüber dem sogenannten Recht auf „sexuelle Selbstbestimmung“.

Ist diese Reihenfolge der Menschenrechte: Recht auf sexuelle Selbstbestimmung sei wichtiger als das Recht auf Leben richtig?

Die Grünen geben auch keinen Hinweis, wo das Konfliktpotential ist. Jeder kann seine Sexualität frei leben. Der Marsch für das Leben ist weder gegen Verhütung noch gegen Homosexualität. Es geht um Verantwortung für die eigene Sexualität und letztlich auch um Ehrfurcht vor dem Leben, wie es Nobelpreisträger Albert Schweitzer gefordert hat. Aber das ist den Grünen zu kompliziert.

Warum sind die Grünen den Bischöfen und der Bistumspresse nicht auch eine Warnung wert?