"Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, dann muss man erst richtig anfangen!"  Konrad Adenauer (1876-1967)

„Katholiken in der Politik“, Diskussion am Rande des Katholikentages

Unter dem Motto „Katholiken in der Politik“,  hatte der katholische Arbeitskreis am 28. Mai 2016 10:00 am Rande des 100. Deutschen Katholikentages zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen.  Es war uns eine besondere Freude als Gäste Herrn Dr. Martin Stauch,  Geschäftsführer der Deutschen Katholikentage und Herrn Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) begrüßen zu dürfen, auch wenn sie wegen anderer Verpflichtungen leider nicht bis zum Schluss der Veranstaltung bleiben konnten.

Mathias Kretschmer begrüßt Dr. Stefan Vesper und Dr. Martin Stauch

Herr Dr. Stauch stellte die Organisation des Katholikentages vor und lobte das gute Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamtlichen. Dr. Vesper betonte die Überparteilichkeit des ZdK und bestätigte, dass es wichtig ist, sich auch als Katholik in der Politik zu engagieren. Politisches Engagement wird oft durch Vorbilder motiviert.

V.l.n.r.: Mathias Kretschmer, Dr. Stefan Vesper, Dr. Martin Stauch, Bettina Kudla MdB

Nachdem der Vorsitzende des Katholischen Arbeitskreisen Mathias Kretschmer die Ziele des Arbeitskreises vorgestellt hatte, hielt Frau Bettina Kudla MdB ein Impulsreferat zum  nachsynodalen Schreiben „Amoris Laetitia“ von Papst Franziskus. Im Focus stand insbesondere das Thema Gender und Gleichberechtigung. Frau Kudla sprach von Weichenstellungen, wohin sich die Gesellschaft aber auch wohin sich die CDU entwickelt. Der Begriff Gender, der ursprünglich lediglich das grammatikalische Geschlecht beschrieb, hat sich zum ideologischen Kampfbegriff entwickelt und stellt die Familie, wie sie seit Jahrtausenden existiert, in Frage. Der Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder betont, Familie sei Frau, Mann und Kinder.  Die Rolle des Staates beschränkt sich laut Grundgesetz darauf,  Nachteile abzubauen. Die Aufgabe des Staates ist es aber nicht, Unterschiede zu beseitigen. Laut Verfassungsgericht ist es ungerecht, Gleiches ungleich zu behandeln, aber auch Ungleiches gleich zu behandeln.

Bettina Kudla MdB beim Impulsreferat

In der  Diskussion wurde z.B. die Verunstaltung der deutschen Sprache durch Gender angeprangert, aber auch angemerkt, dass diese Verunstaltung nur die Spitze des Eisbergs ist. Schlimmer ist, dass die Genderideologie, wie Papst Franziskus in Amoris Laetitia (56) die Synode zitiert, „die anthropologischen Grundlage der Familie“ aushöhlt.  Der Begriff Gender  hat wie ein trojanisches Pferd mit dem Etikett Gleichberechtigung eine Ideologie in die Gesellschaft hineingetragen, die im Widerspruch zum christlichen Menschenbild steht.  . Im Vorfeld wurden auf der Grundlage des Papstschreibens, das die Genderideologie klar ablehnt, Positionen zum Thema Gender  erarbeitet und den Mitgliedern zur Diskussion gestellt. Diese Positionen werden nun an die Abgeordneten und die Kreisgeschäftsstellen der CDU in Sachsen verteilt und sollen dazu beitragen, Orientierung auf christlicher Basis zu finden.

28.05.2016

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